Yamaha-Pilot Maverick Vinales konnte sich zuletzt merklich steigern – und profitiert dabei auch von Fabio Quartararos Daten: „Wir können jetzt viel besser vergleichen“.

Die Formkurve von Maverick Vinales zeigte nach einem schwierigen Start in die MotoGP-Saison 2019 zuletzt deutlich nach oben. Beim Holland-GP in Assen konnte sich der Yamaha-Pilot gegen Weltmeister Marc Marquez (Honda) durchsetzen. Beim Großen Preis von Deutschland wurde er Zweiter. Damit sammelte er in nur zwei Rennen mehr Punkte als in den sieben Grands Prix zuvor.

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Was genau zu dieser Leistungssteigerung geführt hat, lässt sich nur schwer auf eine Ursache beschränken. Es ist ein Puzzle, in dem viele kleine Bausteine perfekt zusammenspielen müssen. Einer davon heißt Fabio Quartararo. Seit sich der MotoGP-Rookie auf der Kunden-Yamaha in der laufenden Saison zum echten Überflieger entwickelt hat, wirft auch Vinales ein genaues Auge auf ihn.

„Wenn ich die Daten von 24 Fahrern hätte, würde ich mir sie alle anschauen. Man kann immer etwas lernen. Und wenn es nur in einer Kurve ist“, antwortet der Spanier auf die Frage, ob er die Daten von Quartararo studiert. „Ich versuche smart und intelligent zu sein und jeden Vorteil mitzunehmen, den ich kriegen kann.“ Und der liegt in diesem Fall auf der Hand.

Maverick Vinales: „Kann daraus jede Menge lernen“

„Mit Sicherheit werfe ich einen Blick auf ihn (Quartararo), auch auf Franco (Morbidelli) und Valentino (Rossi; Anm. d. Red.). Und ich versuche, daraus meine Schlüssel zu ziehen. Niemand ist perfekt. Wenn ich mich also in einer Kurve verbessern kann, warum die Chance nicht nutzen“, so Vinales weiter. Dabei erkennt er durchaus Dinge, die er sich von Quartararo noch abschauen kann.

„Er fährt das Motorrad auf eine andere Art“, stellt der Yamaha-Werkspilot fest, „nimmt viel Tempo mit in die Kurven. Er versucht, das Bike nicht so hart abzubremsen. In einigen Kurven macht sich das wirklich bezahlt. Daraus kann ich jede Menge lernen.“ Dass der Austausch in diesem Jahr besser funktioniert als zuvor, bestätigt übrigens auch Massimo Meregalli.

Der Teammanager von Yamaha verrät im Gespräch mit ‚Motorsport-total.com‘: „Für mich ist das Gute in diesem Jahr, dass unser Motorrad und das Satelliten-Bike nahezu identisch sind. Es gibt nur kleine Unterschiede. Das heißt, wir können die Daten wirklich vergleichen. In der Vergangenheit war das in der Weise nicht möglich, weil die Motorräder doch recht verschieden waren.“

Meregalli lobt Synergie-Effekte mit Kundenteam

„Jetzt funktioniert das viel besser. Wir können uns gegenseitig pushen und wachsen gemeinsam daran. So werden auch die Performance des Bikes und die Resultate besser“, sagt Meregalli weiter. Yamaha trennte sich Ende 2018 vom bisherigen Kundenteam Tech 3 und rief gemeinsam mit Sponsor Petronas einen neuen Rennstall ins Leben, der bereits ordentlich punktete.

Angesprochen auf die Entwicklung von Vinales, lobt Meregalli: „Aus meiner Sicht hat ihm seine neue Umgebung mehr Gelassenheit gebracht. Selbst wenn es Situationen gibt, in denen er aus irgendwelchen Gründen nicht performt, ist er natürlich enttäuscht. Doch er steckt dann den Kopf nicht in den Sand, sondern versucht, das Problem zu lösen. Sie leisten wirklich gute Teamarbeit.“

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