Dass Testfahrer Jorge Lorenzo Renn-Starts mit Yamaha plant, sieht Stammpilot Maverick Vinales als wichtigen Puzzle-Stein für die Entwicklung der Japaner.

Jorge Lorenzo hat seine Absicht bekundet, doch wieder Rennen zu fahren. In seiner neuen Funktion als Yamaha-Testfahrer will der dreimalige MotoGP-Weltmeister bei seinem Heimrennen in Barcelona mit einer Wildcard ein Comeback geben. Das Rennen ist – noch – für den 7. Juni geplant. Ob dieser Termin aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus aber bestehen bleibt, erscheint derzeit ungewiss.

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Dass Lorenzo Wildcard-Starts plant, ist ein spannender Schritt. Denn im Vergleich zu ihm haben beispielsweise Casey Stoner oder Dani Pedrosa nach ihrem Rücktritt kein Rennen mehr bestritten. Stoner war Testfahrer für Honda und Ducati, hat diese Funktion inzwischen aber ebenfalls beendet. Und Pedrosa ist als Testfahrer für KTM im Einsatz.

Maverick Vinales sieht die Verpflichtung von Lorenzo als Testfahrer als weiteren Schritt im großen Yamaha-Puzzle, wieder konkurrenzfähig zu werden. Renn-Starts seines Landsmanns bewertet Vinales deshalb ebenso positiv. „Ich denke, es ist eine Taktik von Yamaha, um neue Teile im Rennen auszuprobieren“, erklärt der Werkspilot.

Vinales‘ Ziel: MotoGP-Weltmeister werden

„Das ist sehr wichtig. Wenn man neue Teile probiert und sie im Rennen funktionieren, dann könnten wir Werksfahrer sie in der zweiten Saisonhälfte verwenden. In Barcelona wird es wichtig werden zu sehen, wie Lorenzo mit dem neuen Bike funktioniert“, so Vinales. „Er ist damit schon einige Runden gefahren. Wenn er sich gut fühlt und für das Rennen bereit ist, also warum nicht?“

Wann das erste MotoGP-Rennen 2020 wirklich stattfinden wird, ist wegen der vielen Absagen derzeit aber ungewiss. Stand jetzt wäre das der Spanien-Grand-Prix in Jerez am 3. Mai. Für Fans und Fahrer ist also noch Warten angesagt. Unterdessen versuchen die Piloten, sich so gut wie möglich fit zu halten. Und mit Pocket-Bikes, Superbikes oder Motocross-Motorrädern zu fahren.

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„Der Plan ist, dass ich mein Training fortsetze und mit der gleichen Intensität trainiere, bis die Saison beginnt“, sagt Vinales über die Zwangspause. Sein Ziel ist es, in diesem Jahr Marc Marquez zu schlagen und Weltmeister zu werden. „Es ist eine große Motivation. Ich werde alles geben. Es gibt keine andere Möglichkeit.“

Yamaha-Vertrag gibt Vinales Sicherheit

Wichtig ist für den Spanier, dass er seinen Vertrag mit Yamaha schon für 2021/22 verlängert hat. Somit kann er seinen Fokus voll und ganz darauf legen, langfristig Rennen und WM-Titel zu gewinnen. „Ich bin glücklich und Yamaha sehr dankbar für diese Chance. Ich kann in den nächsten drei Jahren um den WM-Titel kämpfen.“

„Ich kann spüren, dass das alles sehr wichtig ist für Yamaha. Deshalb gebe ich alles, um die Nummer eins zu sein. Es wäre natürlich schön, wenn auch Valentino weitermachen würde. Ich habe viel von ihm gelernt und bin ihm dafür immer dankbar“, sagt Vinales über Teamkollege Rossi. Sollte der Altmeister seine Karriere fortsetzen wollen, müsste er ins Petronas-Team wechseln. Denn Shooting-Star Fabio Quartararo ist im Werksteam schon für 2021/22 bestätigt.