Ducati testet in Misano einmal mehr neue Entwicklungen: An der Desmosedici von Testpilot Michele Pirro sorgen gleich zwei Neuerungen am Vorderrad für Aufsehen.

In dieser Woche absolviert Ducati den ersten MotoGP-Test seit dem Ausbruch des Coronavirus. Die Italiener haben den Misano World Circuit Marco Simoncelli gemietet und sammeln mit Testpilot Michele Pirro wichtige Erkenntnisse. An Pirros Desmosedici wurden zwei Neuerungen gesichtet. Sie sollen Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci in der MotoGP-Saison 2020 dabei helfen, Marc Marquez und Honda herauszufordern.

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An der Gabel verkleidet ein Aero-Leitblech den Bereich über dem Gabelfuß. Diese Verkleidung soll dabei helfen, die Luft-Verwirbelungen zu beruhigen, die durch die Rotation der Vorderradfelge entstehen. Das Ziel ist ein effizienterer Luftfluss zum Kühler. Durch die bessere Anströmung des Kühlers soll der Temperatur-Austausch verbessert werden.

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Misano: Ducati-Neuerungen stechen ins Auge

Unweit vom neuen Aero-Element sticht die zweite Neuerung ins Auge. Brembo hat einen neuen Bremssattel kreiert, der zwei wesentliche Vorteile haben soll. Im Vergleich zum bisherigen Element ist der neue Sattel leichter. Einsparungen bei den ungefederten Massen sind den Herstellern sehr wichtig, weil diese das Fahrverhalten positiv beeinflussen. Die Stabilität und Steifigkeit soll auf dem Niveau des bisherigen Sattels liegen.

Weiterhin soll der neue Brembo-Bremssattel die Temperatur-Spitzen glätten. Möglich wird das durch eingebaute Kühlrippen an der Vorderseite. Wenn in der Praxis verhindert werden kann, dass die Temperatur temporär extrem stark ansteigt, erhält der Fahrer eine konstantere Bremsleistung. Das macht sich vor allem auf Strecken bemerkbar, auf denen das Bremssystem stark beansprucht wird.