Ducati und Kawasaki treffen beim Misano-Test aufeinander: Für Jonathan Rea beginnt der Test holprig, Herausforderer Scott Redding präsentiert sich in Bestform.

Bei hochsommerlichen Bedingungen konnten die Werkspiloten von Kawasaki und Ducati sowie die Ducati-Kundenfahrer beim Misano-Test am Mittwoch viele Runden drehen. Das Thermometer kletterte tagsüber auf über 30 Grad. Der Asphalt wärmte sich auf über 50 Grad auf. Scott Redding (Ducati) beendete den Testtag als Spitzenreiter. Für WSBK-Champion Jonathan Rea (Kawasaki) begann der Tag jedoch nicht nach Plan.

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Da die Ducati-Werkspiloten bereits am Dienstag einige Runden drehen konnten, fanden sie etwas leichter in Schwung. Redding fuhr am Mittwoch als einziger Fahrer unter 1:34 Minuten. Mit seiner 1:33.957er-Zeit verpasste er den Rundenrekord um lediglich drei Zehntelsekunden.

Ducati-Teamkollege Chaz Davies war hingegen deutlich langsamer. Der Waliser verlor etwa eine Sekunde auf Reddings Zeit und war nur drittbester Ducati-Pilot. Michael Ruben Rinaldi behauptete sich mit seiner GoEleven-Ducati auf der zweiten Position und kam bis auf eine Zehntelsekunde an Reddings Bestzeit heran.

Der neue Asphalt bereitet Jonathan Rea Probleme

Rekord-Weltmeister Jonathan Rea musste sich mit der dritten Position zufriedengeben. Der neue Asphalt bereitete dem Nordiren nämlich einige Schwierigkeiten, denn die Basis-Abstimmung seiner Kawasaki ZX-10RR harmonierte nicht mit den neuen Gripverhältnissen.

Am Vormittag kehrte die Kawasaki mit der Nummer 1 mit dem Lumpensammler an die Box zurück. Bei einem Sturz in Kurve 11 wurde das Superbike des Weltmeisters stark ramponiert. Rea blieb aber unverletzt und konnte den Testtag fortsetzen.

„Am Vormittag hatte ich einen Sturz. Doch wir konnten zurückschlagen und das ziemlich schnell. Dafür, dass es der erste Tag war, bin ich zufrieden. Doch es liegt noch Arbeit vor uns“, bemerkt Rea. „Es war ein sehr produktiver und wertvoller Tag, weil wir keine Eile hatten, viele Runden zu drehen und ich viele Abstimmungen probieren konnte.“

„Nach der langen Pause war ich am Vormittag mit der Basis-Abstimmung nicht zufrieden. Der Kurs wurde neu asphaltiert und die Haftung ist sehr hoch. Sie ist abnormal hoch. Das hat zur Folge, dass wir etwas Haftung seitens des Motorrad wegnehmen müssen, um es ein bisschen sanfter zu machen“, erklärt Rea.

WM-Leader Alex Lowes in Schlagdistanz zu Jonathan Rea

Teamkollege und WM-Leader Alex Lowes reihte sich beim Misano-Test hinter Rea auf Position vier der Wertung ein. „Es dauerte ein paar Runden am Vormittag, bis ich ein Gefühl aufbauen und mein Gehirn wieder an die Geschwindigkeiten gewöhnen konnte“, gesteht der Brite.

„Ich wollte ein paar Dinge von Phillip Island probieren und Vergleichstests machen. Wir waren schnell genug, um sie zu probieren. Für Donnerstag sind wir auf dem richtigen Weg. Ich fuhr meine schnellste Runde in einem Longrun zu der Zeit, als es am wärmsten war. Deshalb bin ich sehr zufrieden. Wir absolvierten 84 Runden und ich bin bereit für einen weiteren Tag“, kommentiert Lowes.

Misano-Test: Die Zeiten von Mittwoch:

  1. Scott Redding (Ducati) – 1:33.957 Minuten
  2. Michael Ruben Rinaldi (GoEleven-Ducati) – 1:34.043
  3. Jonathan Rea (Kawasaki) – 1:34.381
  4. Alex Lowes (Kawasaki) – 1:34.745
  5. Chaz Davies (Ducati) – 1:34.900
  6. Leandro Mercado (Motocorsa-Ducati) – 1:35.183
  7. Leon Camier (Barni-Ducati) – 1:35.773
  8. Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) – keine offizielle Zeit

Superbike Classics: Jerez 2013 – Race 1