VR46-Pilot Luca Marini holt sich beim Europa-Auftakt in Jerez den Sieg – Marcel Schrötter stürzt nach vielversprechendem Auftakt – auch Tom Lüthi scheidet aus.

Kalex-Pilot Luca Marini hat den Spanien-Grand-Prix in Jerez für sich entschieden. Der Halbbruder von Valentino Rossi zeigte bei der Hitzeschlacht in Andalusien eine fehlerfreie Leistung und kam vor Katar-Sieger Tetsuta Nagashima (Kalex) ins Ziel. Jorge Martin (Kalex) komplettierte beim Europa-Auftakt in Spanien das Podium. Intact ging komplett leer aus. Marcel Schrötter und Tom Lüthi (beide Kalex) kamen zu Sturz.

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Jorge Martin startete von der Pole-Position ins Rennen. Neben dem Spanier standen Speed-Up-Pilot Jorge Navarro und Marc-VDS-Pilot Sam Lowes (Kalex). Marcel Schrötter ging aus Reihe drei von Startplatz sieben ins Rennen. Intact-Teamkollege Tom Lüthi stand nach einem enttäuschenden Qualifying nur in Reihe sieben auf Position 19.

Pole-Setter Jorge Martin hatte einen sehr guten Start und bog als Führender in Kurve eins. Jorge Navarro kollidierte mit VR46-Pilot Marco Bezzecchi (Kalex) am Ausgang der ersten Kurve, kam zu Sturz und war damit aus dem Rennen.

Rennen Moto2: Grand Prix of Spain

Schrötter macht beim Start Positionen gut

Marcel Schrötter machte in der Startphase Boden gut und beendete die erste Runde auf Position vier. Auf der Zielgeraden lieferte sich der Deutsche ein Ellenbogen-Duell mit Ex-MotoGP-Pilot Sam Lowes. In der zweiten Runde verlor Schrötter einige Positionen und fiel auf die siebte Position zurück.

An der Spitze setzte sich eine fünf Fahrer starke Gruppe ab. Luca Marini ging in der vierten Runde an Jorge Martin vorbei. Dahinter fuhren Tetsuta Nagashima, Aron Canet (Speed Up) und Marco Bezzecchi. Marcel Schrötter hatte eine Sekunde Rückstand auf die Führungsgruppe.

Marini versuchte, sich mit schnellen Runden vom Rest des Feldes abzusetzen. Nagashima ließ sich aber nicht abschütteln. Dahinter duellierten sich Bezzecchi und Martin. In Kurve zehn kam Bezzecchi zu weit auf den äußeren Randstein und rutschte über das Vorderrad ins Kiesbett. Dadurch übernahm Martin wieder die dritte Position.

Die Top 3 wurden etwas auseinander gezogen. Marini hatte eine Sekunde Vorsprung herausgefahren. Und auch Nagashima hatte Luft nach hinten. Martin fuhr auf der dritten Position und hatte ebenfalls ein Polster nach hinten.

Total-Ausfall für Intact: Schrötter und Lüthi raus

Drama für Intact nach sieben Runden: Marcel Schrötter stürzte in Kurve elf, konnte die Unfallstelle aber aus eigener Kraft verlassen. Die hohen Temperaturen und die nachlassende Haftung der Reifen erschwerten das Fahren.

Zur Renn-Halbzeit schienen die Position bezogen zu sein. Luca Marini kontrollierte das Rennen, Tetsuta Nagashima fuhr mit komfortablen Vorsprung auf Ajo-Teamkollege Jorge Martin auf der zweiten Position.

Tom Lüthi konnte sich im Vergleich zum Qualifying verbessern und lag auf Top-10-Kurs. Wenige Runden vor Renn-Ende rutschte der Schweizer in Kurve neun aber ins Kiesbett. Intact ging damit im Moto2-Rennen komplett leer aus.

In der Schlussphase des Rennens gab es keine Überraschungen. Luca Marini fuhr dem Sieg entgegen. Katar-Sieger Tetsuta Nagashima kassierte 20 Punkte für Platz zwei und verteidigte damit die WM-Führung. Pole-Setter Jorge Martin komplettierte das Podium.

Luca Marini lobt Team-Arbeit am Freitag

„Ich bin sehr glücklich“, freute sich Sieger Luca Marini. „Wir haben gut gearbeitet und das Rennen meiner Meinung nach schon am Freitag gewonnen. Die Abstimmung war richtig gut, die Strategie auch. Die Pace war allerdings langsamer, als ich erwartet hatte. Tetsuta ist in diesem Jahr sehr stark. Wir liegen eng zusammen. Umso wichtiger ist dieser Sieg.“

Sam Lowes kam mit 6,2 Sekunden Rückstand auf Sieger Marini als Vierter ins Ziel. Rookie Aron Canet komplettierte die Top 5. Hafizh Syahrin (Speed Up), Remy Gardner (Kalex), Lorenzo Baldassarri (Kalex), Enea Bastianini (Kalex) und Xavi Vierge (Kalex) vervollständigten in Jerez die Top 10.

Moto3-Weltmeister Lorenzo Dalla Porta (Kalex) verpasste als 19. die Punkteränge. Und auch Jesko Raffin (NTS) schrammte als 21. an den Punkten vorbei. Insgesamt wurden 23 Fahrer beim Europa-Auftakt gewertet.