Sowohl das erste als auch das zweite Freie Training war für Luca Marini zum Wegschmeißen. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Die FP2-Bestzeit von Kalex-Pilot Jake Dixon war beim zweiten Freien Training zum Frankreich-Grand-Prix in Le Mans nur Nebensache. Im Fokus stand ganz klar der schwere Sturz von WM-Leader Luca Marini, der bereits bei seiner zweiten fliegenden Runde spektakulär abflog.

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Der Italiener war am Ausgang der Schikane in der schnellen Bergab-Passage gestürzt und hart auf den Asphalt aufgeschlagen. Beim Herausbeschleunigen kam Marini auf eine feuchte Stelle und wurde durch einen Highsider von seiner Kalex geschleudert. Daraufhin musste FP2 für Reinigungsarbeiten unterbrochen werden.

Marini konnte nach dem Sturz zwar aufstehen. Er musste später aber gestützt werden. Der Halbbruder von Valentino Rossi soll ersten Informationen zufolge den Knöchel gebrochen haben. Bei den ersten Untersuchungen im Medical Center konnte noch keine eindeutige Diagnose abgegeben werden. Marini wurde ins Krankenhaus gebracht.

Bereits am Vormittag lief es überhaupt nicht nach Plan für den WM-Führenden. In FP1 stürzte Marini beim Verlassen der Boxengasse und verlor dadurch den Großteil der ersten Session.

Die Rundenzeiten in FP2 waren durchweg schneller als in FP1. Jake Dixon holte sich mit einer 1:37.713er-Runde die Tages-Bestzeit. Zum Vergleich: n FP1 war Kasma Daniel (Kalex) mit einer 1:51.279er-Runde der schnellste Fahrer.

Marcel Schrötter schob sich in die Top 10. Der Deutsche beendete das FP2 auf Position neun und lag 0,628 Sekunden zurück. Direkt vor Schrötter sicherte sich Teamkollege Tom Lüthi die achte Position. Das Intact-Duo befindet sich damit auf Q2-Kurs, sollten die Bedingungen in FP3 keine Zeitenverbesserungen erlauben.