Im vorletzten Rennen gewann Tony Arbolino. In Portugal kommt es zum finalen Dreikampf.

Die Moto3-Weltmeisterschaft 2020 wird erst beim Saisonfinale entschieden. Tony Arbolino (Honda) gewann den Grand Prix von Valencia vor Sergio Garcia (Honda) und Raul Fernandez (KTM). Albert Arenas (KTM) fuhr als Vierter ins Ziel und Ai Ogura (Honda) als Achter .

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Damit haben vor dem letzten Rennen drei Fahrer realistische WM-Chancen. Arenas führt die Gesamtwertung acht Punkte vor Ogura und elf vor Arbolino an .

Das zweite Rennen in Valencia über 23 Runden entwickelte sich zur typischen Moto3-Action. In der zweiten Runde hatte Kaito Toba (KTM) am Ausgang von Kurve 5 einen Highsider. Sein japanischer Landsmann Tatsuki Suzuki (Honda) konnte nicht ausweichen und beide flogen ins Kiesbett.

Durch diesen Zwischenfall hatte Fernandez an der Spitze schlagartig einen Vorsprung von rund einer Sekunde auf die große Verfolgergruppe. So wie vergangenen Sonntag hatte Fernandez schon früh im Rennen ein für Moto3-Verhältnisse relativ großes Polster.

In der vierten Runde ging Celestino Vietti (KTM) in Kurve 11 zu Boden. Der VR46-Junior konnte zwar weiterfahren, aber seine minimalen WM-Chancen waren damit endgültig vorbei. Hinter Fernandez bildete sich eine achtköpfige Verfolgergruppe mit Arbolino, Darryn Binder (KTM) und Arenas.

Rennen Moto3: Grand Prix of Valencia

Vorsprung von Fernandez schmilzt

In der Folge schrumpfte diese Gruppe auf fünf Fahrer. Ogura konnte nicht mehr mithalten. Acht Runden vor Rennende kamen Arbolino und Garcia dem bis dahin souverän führenden KTM-Fahrer wieder näher. Der Vorsprung von Fernandez schrumpfte auf unter eine Sekunde.

Dahinter folgten auf den Plätzen vier bis sechs Arenas, Deniz Öncü (KTM) und Binder. Fast fünf Sekunden hinter dieser Gruppe fuhr das Trio Andrea Migno (KTM), Jaume Masia (Honda) und Ogura.

Arbolino greift zwei Runden vor Rennende an

An der Spitze wurde es immer spannender. Sechs Runden vor Rennende hatten Arbolino und Garcia Fernandez eingeholt und es gab einen Dreikampf um den Sieg. Mit noch zwei zu fahrenden Runden überholte Arbolino Fernandez vor Kurve 1 und führte erstmals dieses Rennen an.

Das war das entscheidende Überholmanöver. Arbolino sicherte sich seinen ersten Saisonsieg. „Ich will immer gewinnen“, jubelt der Italiener nach seinem insgesamt dritten Grand-Prix-Triumph. „Seitdem ich jung war, wollte ich immer nur gewinnen. Ich will jedes Rennen gewinnen.“

„Das ist es, was mir jeden Abend durch den Kopf geht, bevor ich ins Bett gehe. Es ist ein fantastischer Tag! Ich wollte ein weiteres Rennen gewinnen, bevor ich diese Klasse verlasse. Jetzt steht noch ein Rennen aus. Ich bin verdammt stolz auf mich.“

Arenas und Ogura kämpfen bei den Verfolgern

Fernandez konnte seinen Sieg vom vergangenen Sonntag nicht wiederholen und musste sich in der letzten Runde auch noch Garcia im Duell um Platz zwei beugen. In der Dreiergruppe dahinter setzte sich Arenas knapp gegen Binder und Öncü durch.

Knapp ging es auch dahinter in der nächsten Dreiergruppe zu. Im Zielsprint fuhren Migno, Ogura und Masia parallel nebeneinander über die Ziellinie. Dabei musste sich Ogura um 0,016 Sekunden Migno geschlagen geben, womit es für den Japaner Platz acht wurde.

Insgesamt sahen 24 Fahrer die Zielflagge. Für Maximilian Kofler (KTM) dauerte das Rennen nicht einmal eine Runde. In Kurve 10 stürzte der Österreicher und war früh ausgeschieden. Ein anderer Fahrer hatte Kofler angerempelt und zu Fall gebracht.

Am kommenden Wochenende findet zum ersten Mal das Saisonfinale in Portimao (Portugal) statt.