Aron Canet sticht WM-Leader Lorenzo Dalla Porta im zweiten Moto3-Training von Australien aus – der KTM-Pilot beendet den Australien-Auftakt an der Spitze.

Aron Canet hat den Trainings-Freitag der Moto3 beim Australien-GP auf Phillip Island als Schnellster beendet. Der KTM-Pilot setzte sich in 1:36,809 Minuten gegen WM-Leader Lorenzo Dalla Porta (Honda) durch, der 0,281 Sekunden zurücklag. Albert Arenas (KTM) fehlten auf Platz drei 0,451 Sekunden zur Spitze.

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Im Gegensatz zum Morgen zeigte sich nach der Mittagspause die Sonne über Phillip Island. Die Regenwolken hatten sich verzogen und die Strecke war weitgehend abgetrocknet. Damit wurden die Karten für das zweite Freie Training komplett neu gemischt.

Um die Trainings-Zeit im Trockenen intensiv zu nutzen, fuhren so gut wie alle Piloten gleich zu Beginn raus auf die Strecke. Natürlich waren die Zeiten sofort schneller als am Morgen und im Klassement herrschte ein reges Auf und Ab. Nach zwei fliegenden Runden übernahm Canet die vorläufige Führung. Auch Tony Arbolino, im Regen Schnellster, kam rasch auf Tempo und ordnete sich als Zweiter ein.

McPhee verpasst Canet-Bestzeit nur knapp

In dieser Reihenfolge bogen beide zum ersten Boxenstopp ab. Dann aber schob sich John McPhee dazwischen und schrammte nur knapp an Canets Bestzeit vorbei. Die beiden Leopard-Teamkollegen Dalla Porta und Marcos Ramirez folgten auf den Plätzen vier und fünf.

Stürze gab es zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger als noch am Morgen. Einzig Wildcard-Starter Rogan Chandler war früh zu Boden gegangen. Allerdings schwenkte ein Streckenposten kurz vor Halbzeit der Session die Regenflagge. Auf einigen Strecken-Abschnitten schien es also doch wieder zu tröpfeln.

Dalla Porta kümmerte das aber offenbar nicht. Der WM-Leader stellte eine neue Bestmarke auf, verfehlte die erste 1:37er-Zeit dabei nur um drei Tausendstel. Teamkollege Ramirez folgte dem Führenden, kletterte so auf Platz zwei und überholte ihn schließlich. Allerdings zogen auch Canet und Arbolino das Tempo an, sodass es an der Spitze des Rankings weiter hin und her ging. Nur wenige Zehntel trennten die Top 4.

Dalla Porta kann am Ende nicht mehr kontern

15 Minuten vor dem Trainings-Ende übernahm McPhee die Führung und spulte mehrere schnellste Runden hintereinander ab. In der Schlussphase wurde das Feld dann aber noch einmal durchmischt. Mit dem schnellsten Ende für Canet, der ganz ohne Windschatten an die Spitze stürmte. Dalla Porta kam nicht mehr vorbei.

Mit starken Schlussrunden verbesserten sich Arenas und die beiden SIC58-Teamkollegen Niccolo Antonelli und Tatsuki Suzuki auf die Plätze drei bis fünf. KTM-Pilot Andrea Migno wurde Sechster vor McPhee. Romano Fenati (Honda), Dennis Foggia (KTM) und Gabriel Rodrigo (Honda) rundeten die Top 10 ab.

Ramirez beendete die Session auf Platz 14 und wäre damit aktuell der letzte Fahrer, der direkt in Q2 einziehen würde. Gegen Ende passierten auch noch einige Stürze: Raul Fernandez, Ai Ogura und Riccardo Rossi landeten im Kiesbett. Zuvor hatte Ayumu Sasaki seine Honda nach einem Sturz bereits abstellen müssen.