Premieren-Pole für Raul Fernandez in Brünn. Die Mehrheit der Fahrer verkalkuliert sich im Timing für die letzte Runde. John McPhee wegen Sturz ohne Rundenzeit.

In einem kuriosen Qualifying hat KTM-Pilot Raul Fernandez seine erste Pole-Position in der Moto3 ergattert. Er umrundete den Kurs in Brünn in 2:08.372 Minuten und setzte sich mit 0,211 Sekunden Vorsprung gegen Gabriel Rodrigo (Honda) durch. Dritter wurde Tatsuki Suzuki, der nach drei Poles in Folge diesmal Rang drei belegte.

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Einen Albtraum-Start in das Qualifying erlebte John McPhee, der bereits auf seiner ersten fliegenden Runde in Q2 von seiner Honda katapultiert wurde. Damit war die Session für ihn vorbei, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Er konnte nicht mehr eingreifen.

Für das Petronas-Moto3-Team bedeutete das einen doppelten Rückschlag. Zuvor hatte es in Q1 bereits Khairul Idham Pawi erwischt, der in Kurve 7 zu Boden ging, bevor er einen Rundenzeit setzen konnte. Er musste im Medical Centre durchgecheckt werden.

Qualifying Moto3: Feld wartet zu lange in der Box

Auf der Strecke knüpfte Fernandez an seine starke Performance in den Trainings an. Der KTM-Pilot lag nach dem ersten Run mit zwei Zehntelsekunden Vorsprung auf Honda-Konkurrent Rodrigo an der Spitze. An dieser Reihenfolge sollte sich in den Schlussminuten nicht mehr ändern, denn die finale Zeitenjagd fiel aus.

Weil die Mehrheit der Fahrer zu lange wartete, um aus der Boxengasse zurück auf die Strecke gehen, schafften sie es nicht mehr rechtzeitig vor Ablauf der Zeit für eine letzte fliegende Runde über die Ziellinie. Somit blieb Fernandez vorn, gefolgt von Rodrigo und Suzuki. In Reihe zwei stehen Ai Ogura, Dennis Foggia und Jeremy Alcoba.

Auf Platz sieben ist mit WM-Leader Albert Arenas die zweite KTM in den Top 10 zu finden. Komplettiert wird diese durch Tony Arbolino (Honda), Romano Fenati (Husqvarna) und Yuki Kunii (Honda). Letzter in Q2 wurde McPhee ohne gezeitete Runde.

Q1: Früher Doppelsturz – Pawi verletzt?

Dessen Teamkollege Pawi war in Q1 wie erwähnt früh gestürzt. Kurz darauf ging auch Davide Pizzoli in Kurve 7 zu Boden. Für beide war das Qualifying damit vorzeitig vorbei. Die anderen Fahrer fielen zu Beginn der Session vor allem damit auf, langsam zu fahren, um ein anderes schnelles Hinterrad zu finden.

Wir wissen, dass die Rennleitung das gar nicht gern sieht. Nach dem Freitag hatte es deshalb bereits Strafen gehagelt. Ob das auch nach dem Qualifying droht, bleibt abzuwarten. Durchsetzen konnten sich am Ende Tony Arbolino, Darryn Binder, Jaume Masia und Andrea Migno, die noch einmal in Q2 antraten.

KTM-Pilot Deniz Öncü verpasste es als Fünfter in Q1, eine Runde weiterzukommen. Er wird am Sonntag von Startplatz 19 ins Rennen gehen. Auch für seinen Markenkollegen Celestino Vietti, in Jerez 2 noch auf dem Podest, verlief das Qualifying enttäuschend. Er wurde nur Zehnter, das macht Startplatz 24 für den Rennsonntag.

Moto3-Rookie Maximilian Kofler beendete Q2 an zwölfter Stelle und hatte 1,116 Sekunden Rückstand auf die Session-Bestzeit. Er wird am Sonntag folglich von Position 26 starten. Fünf weitere Fahrer nehmen hinter ihm in der Startaufstellung Platz.