Romano Fenati triumphiert in Misano 2 und ist damit der Pilot mit den meisten Moto3-Siegen – Ai Ogura verkürzt seinen WM-Rückstand auf Albert Arenas auf zwei Punkte.

In einer engen Schlussphase des Moto3-Rennens setzte sich Romano Fenati durch und feierte beim Grand Prix der Emilia Romagna den Sieg. Es war der erste Triumph für das Max-Racing-Team von Max Biaggi und Peter Öttl. Für Husqvarna war es der Premieren-Sieg in der Weltmeisterschaft. Es ist die 36. Marke, die sich in die Siegerliste eingetragen hat.

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„Das sind besondere Emotionen für mich hier in Italien“, jubelte Fenati. „Beim vorherigen Rennen hatten wir ein paar Probleme. Ich habe jetzt aber mehr Vertrauen in die Bremse und kann überholen. Das ist in einer großen Gruppe wie heute wichtig. Die anderen waren sehr schnell.“

Das Rennen der Moto3: Grand Prix of Emilia Romagna

Fenati scherzt: „Ich werde wohl alt“

„Ich hoffe, sie nehmen beim nächsten Mal etwas Tempo raus. Ich werde wohl einfach alt. Nein ernsthaft: Das Bike war heute richtig gut. Jetzt ist es wichtig, den nächsten Schritt zu machen. Für den Moment aber bin ich glücklich.“

Für Fenati war es der zwölfte Sieg in der Moto3-Klasse. Damit ist der Italiener nun der erfolgreichste Fahrer, seit diese Klasse 2012 eingeführt wurde. Das Podium komplettierten Celestino Vietti (KTM) und Ai Ogura (Honda), wodurch es in der WM weiterhin eng zugeht.

Beim Start zum Rennen über 23 Runden setzte sich Tony Arbolino (Honda) durch. Doch schon nach wenigen Kurven übernahm Raul Fernandez (KTM) die Führung. Am Ende der ersten Runde lautete die Reihenfolge Fernandez, Albert Arenas (KTM), Arbolino, Fenati und Vietti.

Mega-Fauxpas von Alonso Lopez

Carlos Tatay und Davide Pizzoli (beide KTM) mussten zweimal durch die Long-Lap-Penalty fahren. Für beide Piloten waren es Strafen für Unfälle am vergangenen Wochenende. Dadurch fielen beide ans Ende des Feldes zurück. Auch Alonso Lopez (Husqvarna) musste durch die Long-Lap-Penalty und stürzte dabei.

An der Spitze blieb eine große Gruppe von weit mehr als zehn Fahrern eng beisammen. Wie immer zeigten die Moto3-Fahrer viele Überholmanöver inklusive Berührungen. Die Aufholjagd von Darryn Binder (KTM) endete fünf Runden vor dem Ende durch einen Highsider in Kurve 1.

Vietti begann die letzte Runde knapp vor Arenas und Fenati in Führung liegend. In Kurve 10 griff Arenas an und überholte den Italiener. Dann machte Jaume Masia (Honda) ein Manöver und überholte beide auf einen Schlag. Es ging also hektisch zur Sache.

Vietti konterte in Kurve 14 und drückte Masia nach außen. Innen schlüpfte Fenati durch und führte. Der Moto3-Routinier fuhr als Erster über die Ziellinie. Vietti musste sich um 0,036 Sekunden geschlagen geben.

Arenas behauptet knapp die WM-Führung

Italien feierte auf heimischem Boden einen Doppelsieg. Ogura hielt Arenas in Schach und eroberte den dritten Platz. Masia fiel in den letzten Kurven noch bis auf Platz fünf zurück .

Dieses Ergebnis bedeutet für die Weltmeisterschaft, dass Arenas weiterhin die Gesamtwertung anführt. Ogura rückte dem Spanier aber bis auf zwei Punkte nahe. John McPhee (Honda), der heute Zehnter wurde, hat als WM-Dritter 21 Zähler Rückstand .

Auf seinen ersten WM-Punkt muss weiterhin Maximilian Kofler (KTM) warten. Der Österreicher befand sich wieder in einer Gruppe am Ende des Feldes. Die Zielflagge sah Kofler schließlich als 27. und Letzter.

Der nächste Grand Prix findet bereits am kommenden Wochenende auf dem Circuit de Catalunya in Barcelona statt.