Moto3: John McPhee setzt sich durch und feiert seinen ersten Saisonsieg. Ai Ogura macht die WM mit Platz zwei spannend. WM-Leader Albert Arenas stürzt.

Die Weltmeisterschaft ist nach dem Moto3-Rennen auf dem Misano-World-Circuit in Italien wieder spannend. John McPhee (Honda) holte seinen ersten Saisonsieg vor Ai Ogura (Honda) und Tatsuki Suzuki (Honda). Da Albert Arenas (KTM) durch einen Sturz ausschied, haben Ogura und McPhee ihren Punkte-Rückstand deutlich verkürzt.

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Beim Start schnappte sich Ogura von der Pole-Position die Führung, aber noch im Laufe der ersten Runde waren zwei Mitfavoriten in einen Unfall in Kurve 4 verwickelt. Raul Fernandez (KTM), Celestino Vietti (KTM) und Sergio Garcia (Honda) kamen im Scharmützel aneinander und stürzten.

Für Fernandez, der im Training der schnellste Mann war, und Lokalmatador Vietti war das Rennen vorbei. Garcia konnte am Ende des Feldes weiterfahren. Die Rennleitung untersuchte diesen Unfall. Erst nach dem Rennen wollte man eine Entscheidung treffen.

Große Gruppe an der Spitze

An der Spitze blieb wie gewohnt eine große Gruppe beisammen. Die beiden Japaner Suzuki und Ogura versuchten das Feld anzuführen. Aber auch Namen wie Gabriel Rodrigo (Honda), Tony Arbolino (Honda) und Darryn Binder (KTM), der wieder von weit hinten gestartet war, schoben sich auf die ersten Positionen.

Absetzen konnte sich an der Spitze kein Fahrer. Binder übernahm zehn Runden vor Rennende erstmals die Führung. Dann stürzte der Südafrikaner am Ausgang von Kurve 6 per Highsider. Mit Glück konnten alle nachfolgenden Fahrer ausweichen.

Mehrere Fahrer im Mittelfeld erhielten wegen mehrfacher Missachtung der Track-Limits Strafen mit der Long-Lap-Penalty. Überall wurde hart gekämpft. Zwischen Alonso Lopez (Husqvarna) und Ayumu Sasaki (KTM) kam es zu einer Kollision, die beide aus dem Rennen riss.

Moto3: Entscheidung in der letzten Runde

Der Kampf um die Podestplätze entschied sich in der Schlussphase. Arenas mischte nicht mehr mit. Zu Beginn der vorletzten Runde stürzte der WM-Führende. Nach Jerez war es der zweite Schnitzer des Spaniers in diesem Jahr. Sein Rennen war in Kurve 3 vorbei.

Jaume Masia (Honda) begann die letzte Runde in Führung liegend vor Rodrigo, McPhee und Suzuki. Vor Kurve 8 fächerte die Spitzengruppe zu sechst nebeneinander auf und es gab einige Platzverschiebungen. Im letzten Sektor lautete der Dreikampf um den Sieg McPhee, Ogura und Suzuki.

McPhee ließ auf den letzten Metern keinen Angriff mehr zu und feierte seinen ersten Saisonsieg. „Es war ein irres Rennen“, sagt der Schotte. „Mir fehlen ein bisschen die Worte. Ich freue mich sehr. Denn ich kam von Startplatz 17 und war das gesamte Wochenende nicht so richtig schnell unterwegs.“

„Ich probierte, so gut es geht alleine zu fahren und wusste deshalb, wie sich das Motorrad verhält. Aber ich konnte richtig kämpfen. Ich war etwa Elfter oder Zwölfter, als noch acht Runden zu fahren waren. Ich sagte mir, dass ich mich nicht mit Platz zwölf zufrieden gebe und ließ den Hammer fallen.“

Moto3: Seit 2001 wieder zwei Japaner am Podest

Mit Ogura und Suzuki standen zum ersten Mal seit 2001 zwei Japaner auf dem Podest. Durch diesen zweiten Platz hat Ogura nur noch fünf Punkte Rückstand auf den ausgefallenen Arenas. Und auch McPhee liegt nur noch 14 Zähler zurück .

Jeremy Alcoba (Honda) verpasste als Vierter knapp das Podest. Die weiteren Plätze gingen an Rodrigo, Arbolino, Masia und Romano Fenati (Husqvarna). Dennis Foggia war als Neunter der beste KTM-Pilot. Migno fiel in der letzten Runde bis auf Platz zehn zurück.

Maximilian Kofler (KTM) sah die Zielflagge als 22. Somit muss der Österreicher weiterhin auf seinen ersten WM-Punkt warten.

Es war das 150. Rennen der Moto3-Klasse, die im Jahr 2012 die 125er-Zeitaktklasse ersetzt hat. Bereits am kommenden Wochenende findet das zweite Rennen in Misano statt.