Johann Zarco bittet KTM um die Auflösung des Zweijahres-Vertrags. KTM-CEO Stefan Pierer erkennt beim Franzosen Anzeichen eines Burn-outs.

Im Rahmen des KTM-Heimrennens in Spielberg hat Johann Zarco bei KTM-Chef Stefan Pierer nachgefragt, ob der bestehende Vertrag für 2019/2020 aufgelöst werden kann. Der 29-jährige Franzose hat eingesehen, dass er mit der KTM RC16 nicht zurechtkommt und möchte sich für 2020 neu orientieren.

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„Er hat mich in Spielberg gefragt, ob wir den Vertrag einvernehmlich auflösen können“, wird Pierer von der ‚Speedweek‘ zitiert. Der KTM-Chef hat Zarcos Wunsch akzeptiert. Am Montag hat KTM die Vertragsauflösung in einer Aussendung bestätigt. Jetzt soll noch das Maximum in den verbleibenden acht Rennen herausgeholt werden.

Er zeige Burn-out-Symptome

Laut Pierer sei Zarco in der laufenden Saison „an seine psychische Grenzen gelangt“. Die Trennung von Manager Laurent Fellon belastete den Franzosen bereits im Vorjahr. Zudem hat Frankreich mit Fabio Quartararo einen neuen MotoGP-Helden.

„Meines Erachtens zeigt er Burn-out-Symptome“, erklärt Pierer, der nicht an Zarcos Talent zweifelt. Doch psychisch scheint der ehemalige Tech-3-Yamaha-Pilot einige Probleme zu haben. „Wir haben uns überlegt, ob wir ihn jetzt nicht mal für ein oder zwei Grand Prix aus dem Verkehr ziehen sollten. Wir haben ja eine Verantwortung für ihn.“

Wechselt Zarco in die Superbike?

Die Alternativen für die kommende MotoGP-Saison sind rar. Eine Rückkehr zu Yamaha wäre möglich. Doch es wird erwartet, dass Fabio Quartararo und Franco Morbidelli bei Petronas weitermachen. Vor einigen Wochen wurde Zarco mit einem Wechsel in die Superbike-WM in Verbindung gebracht, dementierte diese Gerüchte aber.