MotoGP-Champion Marc Marquez hat keine Zweifel daran, dass sein Ex-Honda-Teamkollege Jorge Lorenzo auf der Yamaha M1 wieder zu alter Stärke finden kann.

Beim letzten Tag des Shakedown-Tests in Sepang stieg Jorge Lorenzo zum ersten Mal seit November 2016 wieder auf eine Yamaha M1. Nach 46 Runden hatte der Spanier bereits das Niveau vom Qualifying zum Malaysia-Grand-Prix im Vorjahr erreicht. Ex-Honda-Teamkollege Marc Marquez kann sich durchaus vorstellen, dass Lorenzo in der MotoGP-Saison Wildcard-Starts absolvieren wird.

„Es ist interessant, ihn wieder zu sehen, nachdem er für Honda gearbeitet hat. Ich denke, er wird mit der Yamaha sehr schnell sein“, bemerkt Marquez. Und er traut Lorenzo Gaststarts zu: „Warum nicht? Er hatte mit der Honda zu kämpfen. Wenn er mit der Yamaha schnell ist, dann bedeutet das, dass die M1 einfacher zu fahren ist.“

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Dürfte Lorenzo 2020 überhaupt starten?

Unklar ist aber, ob Lorenzo nach der Auflösung seines Honda-Vertrags überhaupt an Rennen teilnehmen darf. Der Vertrag für 2020 wurde aufgelöst, weil Lorenzo das Ende seiner Karriere bekannt gab. Yamaha hat daraufhin angeboten, Lorenzo Wildcards zu ermöglichen. Der dreimalige Champion selbst hat sich dazu noch nicht konkret geäußert.

Bevor Lorenzos Testfahrer-Deal mit Yamaha öffentlich wurde, gab Yamaha bereits das Fahrer-Duo der Zukunft bekannt. Marquez selbst hat mit Honda schon über eine Vertrags-Verlängerung gesprochen. Wohl mehr als nur ein Indiz dafür, dass er seinem Arbeitgeber aller Voraussicht nach treu bleiben wird.

Rossi zu Petronas: Das sagt Marquez

Yamaha setzt auch 2021 auf Maverick Vinales. Valentino Rossi muss nach der bevorstehenden Saison Platz für Fabio Quartararo machen. Auf dem Papier hat Yamaha eine der stärksten Fahrer-Paarungen der MotoGP. Was sagt Marquez zu Rossis Ende im Yamaha-Werksteam?

„Ich weiß nicht, wie es ablief. Sie haben auf jeden Fall einen Plan für die Zukunft. Sie werden sicher mit Valentino darüber gesprochen haben, weil Yamaha immer sehr respektvoll mit ihm umgeht. Das ist logisch auf Grund dessen, was er für sie erreicht hat“, so der Weltmeister.