Laut Maverick Vinales arbeitet Yamaha an einer Vorrichtung nach Ducati-Vorbild, um die Starts in der kommenden MotoGP-Saison deutlich zu verbessern.

Ducati überraschte vor knapp einem Jahr beim Winter-Test in Sepang mit einer übergroßen Flügelmutter auf der oberen Gabelbrücke. Deren Funktionsweise war zu Beginn nicht ganz eindeutig. Es stellte sich heraus, dass die Fahrer mit diesem Gadget das Heck der Desmosedici absenken können, was schlussendlich bessere Starts erlauben soll.

Aprilia zog noch im Laufe der MotoGP-Saison 2019 nach und präsentierte eine eigene Startvorrichtung. Es wird erwartet, dass im Winter 2019/20 weitere Hersteller folgen.

Auch Yamaha hat das Thema auf der Agenda. „Meiner Meinung nach müssen wir uns darauf konzentrieren, unsere Starts zu verbessern. Das ist sehr wichtig, weil alle Yamaha-Piloten beim Start viele Positionen verlieren“, erklärt Werkspilot Maverick Vinales jetzt in einem Interview.

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Vinales: „Wir arbeiten sehr hart daran“

„Wir arbeiten im Werk sehr hart daran. Vielleicht entwickeln wir eine Startvorrichtung wie die anderen Hersteller oder kreieren etwas Neues. Das werden wir bereits in Malaysia testen“, prophezeit Vinales, der in den ersten Runden oft einige Positionen verliert.

Auf Grund der Charakteristik der M1 ist es für die Yamaha-Piloten besonders wichtig, nicht hinter Ducati- oder Honda-Fahrer zurückzufallen, die auf Grund der überragenden Topspeed-Werte nur schwer zu überholen sind. Im Verkehr können die Yamaha-Piloten die große Stärke der M1, die hohen Kurvengeschwindigkeiten, nicht richtig ausspielen.

„Im Qualifying ist unser Motorrad immer sehr gut. Normalerweise schaffen wir es in die erste Reihe oder stehen sogar auf der Pole-Position. Das ist für den Start des Rennens sehr wichtig. In den Rennen sind die ersten Runden immer sehr schwierig. Das müssen wir für die neue Saison verbessern. Unser Renntempo ist meist sehr gut“, bemerkt Vinales.

Gelingt Yamaha der Sprung an die Spitze?

Die Saison 2019 beendete Vinales dank einer starken Schlussphase als WM-Dritter. Gelingt Yamaha in der Saison 2020 wieder der Sprung an die Spitze? „Die Saison war nicht so schlecht“, bilanziert der Spanier. „Gegen Ende des Jahres beendete ich viele Rennen auf dem Podium und zählte zu den Sieganwärtern. Das war unser Ziel.“

„Zu Saisonbeginn fehlte mir das Vertrauen für die Maschine. Schritt für Schritt gewann ich mehr Selbstvertrauen zurück, vor allem für den Vorderreifen“, schildert Vinales, der für 2019 den Crewchief wechselte und mit Esteban Garcia seinen Wunsch-Ingenieur erhielt. „Ich konnte mich besser auf mich konzentrieren und musste mir weniger Gedanken über das Motorrad machen“, kommentiert er den Tausch.