Am Ende ist es keine allzu große Überraschung: Alex Rins bleibt zwei weitere Jahre beim Suzuki-Werksteam – und hat mit den Japanern offenbar Großes vor.

Alex Rins wird auch in den kommenden beiden Jahren für das Suzuki-Werksteam fahren. Schon seit der MotoGP-Saison 2017 startet Rins für die Japaner, schaffte es in dieser Zeit acht Mal aufs Podium. Und im letzten Jahr konnte er sogar seine ersten Siege in der Motorrad-Königsklasse feiern.

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„Ich habe eine Neuigkeit“, verrät der Spanier jetzt vielsagend auf Instagram. „Ich werde zwei weitere Jahre für Suzuki fahren.“ Laut Teammanager Davide Brivio war der neue Vertrag nur noch Formsache. Denn Suzuki und Rins waren sich offenbar schon seit mehreren Wochen einig. „Ich fühle mich Zuhause. Wir sind bei Suzuki wie eine Familie. Ich fühle mich sehr wohl“, begründet Rins die Entscheidung, seinen laufenden Vertrag zu verlängern.

Rins: „Sind bereit, um auf Top-Niveau zu fahren“

„Ich glaube daran, dass das Projekt das Potenzial für Erfolge hat. Ich will gewinnen, und deshalb passen wir perfekt zusammen“, erklärt Rins. „Jetzt müssen wir abwarten, was mit der Saison 2020 passiert. Wir sind bereit, um auf Top-Niveau zu fahren. Das haben wir schon in den Vorsaison-Tests gezeigt.“

Auch Suzuki freut sich über die Einigung mit Rins. „Diese Vertrags-Verlängerung für zwei weitere Jahre mit Alex Rins macht mich und Suzuki sehr stolz. Denn es ist ein Eckpfeiler unseres Projekts, dessen Ziel es ist, junge Fahrer aufzubauen und mit ihnen zu wachsen“, kommentiert Suzukis MotoGP-Projektleiter Shinichi Sahara.

„Wir haben schon Podestplätze und auch Siege erreicht. Doch ich habe das Gefühl, dass das Beste noch auf uns wartet“, freut sich Sahara. „Leider erlaubt es uns die aktuelle Situation nicht, unsere Fortschritte unter Renn-Bedingungen zu zeigen.“

Paarung Rins/Suzuki sogar ein Titel-Kandidat?

Beim USA-Grand-Prix in Austin erklomm der Spanier vor einem Jahr zum ersten Mal die oberste Stufe des Podests. Später in der Saison setzte sich der Suzuki-Pilot dann in Silverstone gegen Marc Marquez durch, schnappte dem Weltmeister kurz vor der Ziellinie den Sieg vor der Nase weg. Als WM-Vierter verpasste Rins Platz drei am Ende lediglich um sechs Punkte.

Bei den Winter-Tests in Sepang und Doha hinterließ Rins mit der 2020er-Suzuki einen bärenstarken Eindruck. Obwohl schnelle Einzelrunden nicht zu seinen Stärken zählen, behauptete sich der Spanier konstant an der Spitze – und lieferte zudem sehr starke Longruns ab.

Die Zukunft von Rins bei Suzuki ist nun also längerfristig geklärt – nicht so die von Teamkollege Joan Mir. Ducati zeigte zuletzt großes Interesse am ehemaligen Moto3-Weltmeister. Und auch bei Petronas-Yamaha ist der Spanier offenbar im Gespräch…