LCR Honda präsentierte sein Bike in neuem Gewand. Technisch verändert sich nichts. Alex Marquez‘ Vorsatz: Konstanter werden.

Nach einem Jahr im Honda-Werksteam geht Alex Marquez in der MotoGP-Saison 2021 für das Satellitenteam LCR an den Start. Technisch ändert sich nichts, denn der Spanier wird weiterhin die Werksspezifikation der Honda RC213V zur Verfügung haben.

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Neu sind die Farben von Marquez. Sein Motorrad und seine Lederkombi erstrahlen im bekannten Design, das sein Vorgänger Cal Crutchlow getragen hat. Das Farbschema ist geprägt von den Sponsoren Castrol und Givi.

„Als ich das Design zum ersten Mal gesehen habe, war es ein schönes Gefühl“, sagt Marquez. „LCR hat eine große Geschichte in der Weltmeisterschaft. Diese Farben zu tragen, ist eine Ehre. Das Design ist schön, aber Ergebnisse sind natürlich wichtiger.“

Marquez in Crutchlows Fußstapfen

Im LCR-Team übernimmt Marquez den Platz von Crutchlow, der zu Yamaha abgewandert ist und dort als Testfahrer fungieren wird. Somit wird Marquez auch von der ehemaligen Crew von Crutchlow rund um Crew-Chief Christophe Bourguignon betreut werden.

„Es wird mein zweites Jahr und ich muss immer noch viel lernen und verbessern“, sagt Marquez. „Deshalb freue ich mich, bei LCR zu sein, denn es ist ein professionelles Team, das mir viel beibringen kann. Wir müssen von Beginn an hart arbeiten.“

Der Wechsel von Marquez vom Werksteam zu LCR wurde bereits im Frühling 2020 während des ersten Corona-Lockdowns bekannt. Da Honda Pol Espargaro verpflichtet hat, wurde Marquez ins Satellitenteam „abgeschoben“ noch bevor er sein erstes MotoGP-Rennen gestartet hat.

Der Spanier hat von Honda einen neuen Zweijahresvertrag für 2021/22 erhalten. Marquez kann seine Entwicklung in Ruhe fortsetzen. Im Vorjahr war es zunächst eine schwierige Rookie-Saison. Als amtierender Moto2-Weltmeister hatte er Mühe, es in die Top 10 zu schaffen.

Ziele für zweite Saison sind klar

Dann gab es zwischen den beiden Misano-Rennen einen Testtag, der sich als sehr wertvoll herausstellen sollte. Marquez und seine Ingenieure fanden beim Set-up den richtigen Weg. Seine Performance wurde besser.

Im verregneten Le Mans pflügte der 24-Jährige von Startplatz 18 durch das Feld und eroberte Rang zwei. Eine Woche später bestätigte Marquez im MotorLand Aragon den Aufwärtstrend auch im Trockenen. Diesmal arbeitete er sich von Startplatz elf auf Rang zwei nach vor. Die WM beendete Marquez auf Platz 14 und musste sich in der Rookie-Wertung KTM-Fahrer Brad Binder geschlagen geben.

„Ich fühle mich jetzt für die Saison bereit“, sagt Marquez. „Vor zwölf Monaten war ich nervöser und mir nicht sicher, wie meine Position ist. In diesem Winter konzentriere ich mich auf das Qualifying. Es ist auch viel klarer, woran ich arbeiten muss.“

Der Spanier will seinen Lernprozess fortsetzen und an 2020 anknüpfen: „Meine Ziele sind klar. Ich will mich als Fahrer verbessern. Wichtig sind natürlich die Resultate. Ich will auf das Podium, viele WM-Punkte sammeln und insgesamt konstanter sein.“

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