Im vorläufigen Kalender für die MotoGP-Saison 2021 sucht man den Tschechien-GP vergeblich. Hintergrund: Wird in Brünn nicht neu asphaltiert, wird auf dem Kurs auch nicht gefahren.

Im Rahmen des Europa-Grand-Prix in Valencia haben Motorrad-Weltverband FIM und Rechtehalter Dorna den provisorischen Kalender für die MotoGP-Saison 2021 veröffentlicht. Nicht mit aufgeführt ist darin der traditionsreiche Tschechien-Grand-Prix in Brünn. Aus Gründen, wie Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta in einem Statement erklärt.

Advertisement

„Brünn ist seit vielen Jahren im Kalender und ein wichtiger Grand Prix. Doch es ist auch wichtig, zu erwähnen, dass es Probleme mit der Sicherheit gibt. Vor allem ein neuer Asphalt ist verpflichtend“, kommentiert Ezpeleta. Und stellt klar: „Wenn wir keine Bestätigung dazu bekommen, können wir Brünn nicht im Kalender führen.“

Die MotoGP in Valencia 1: Ab jetzt alles oder nichts!

Brünn: Dorna pocht auf neuen Asphalt

„Wir diskutieren seit vielen Jahren mit den Verantwortlichen. Für die FIM-Homologation sind Arbeiten am Kurs nötig. Vor allem geht es um die Neuasphaltierung, die seit dem bisher letzten Grand Prix dort verpflichtend ist. In der Sicherheits-Kommission haben wir entschieden, dass es eine Voraussetzung ist“, schildert der Dorna-Boss.

Doch aus Tschechien gab es bisher keine Bestätigung, dass der Kurs neu asphaltiert wird. „Die Regierung in Südmähren konnte das noch nicht bestätigen. Deshalb haben wir uns entschieden, Brünn vorerst nicht im Kalender zu führen und abzuwarten, ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen. Wenn das nicht gelingt, werden wir einen Ersatz-Grand-Prix einschieben“, kündigt Ezpeleta an.

Mehrere Alternativen für Tschechien-Grand-Prix

„Wir haben zwei Ersatz-Rennen in Europa, Portimao und Russland. Zudem gibt es noch Mandalika in Indonesien“, nennt er die möglichen Alternativen zum Tschechien-Grand-Prix, der in der Vergangenheit meist über 200.000 Fans nach Brünn lockte.

Die MotoGP-Saison 2021 soll im Idealfall aus 20 Rennen bestehen. Aktuell ist jedoch völlig offen, ob das tatsächlich realistisch ist. „Natürlich gibt es viele Dinge, die wir momentan nicht wissen. Deshalb haben wir drei Ersatz-Grands-Prix nominiert“, erläutert Ezpeleta.