Honda-Doppelspitze beim Trainingsauftakt der MotoGP in Aragon 2: Alex Marquez führt im FP1 vor Markenkollege Takaaki Nakagami. Fabio Quartararo nur auf Platz 17.

Alex Marquez hat im ersten Freien Training der MotoGP in Aragon 2 die Bestzeit markiert. Mit 1:48.184 Minuten setzte sich der Honda-Pilot im FP1 deutlich gegen Markenkollege Takaaki Nakagami durch, der 0,438 Sekunden dahinter auf Platz zwei rangierte. Die Top 3 komplettierte Suzuki-Pilot Joan Mir.

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Bei etwas wärmeren Temperaturen als vor einer Woche – Luft und Asphalt hatten knapp 20 Grad – fiel die Reifenwahl zu Beginn der Session klar aus: Alle zogen den weichen Vorder- und den Medium-Hinterreifen auf. Nur Bradley Smith (Aprilia) begann auch am Hinterrad mit der weichsten Mischung von Michelin.

Bereits in der sechsten Runde fiel die erste 1:48er-Zeit, aufgestellt von Alex Marquez, der am ersten Aragon-Wochenende noch auf dem Podest stand. Damit war der MotoGP-Rookie eine Sekunde schneller als die FP1-Bestzeit vor einer Woche.

FP1: Honda bestimmt schon früh das Tempo

Auch sein künftiger Teamkollege bei LCR-Honda Nakagami zeigte ein starkes Auftakttempo und schob sich bald an Marquez vorbei, sodass Honda schon zur Halbzeit der Session eine Doppelführung für sich verbuchen konnte. Nächster Verfolger war auf Rang drei Suzuki-Konkurrent Mir mit einer halben Sekunde Rückstand.

Im zweiten Run konzentrierten sich die Fahrer auf die Arbeit mit gebrauchten Reifen, weshalb es im Klassement keine allzu großen Verschiebungen gab. Auch in den Schlussminuten zogen nur wenige noch einmal frische Reifen für eine Zeitattacke auf.

Interessanterweise wählte Marquez dafür als einziger den Medium-Vorderreifen, während er hinten auf die weichste Mischung setzte. Damit schraubte der Honda-Pilot die Bestzeit noch einmal nach unten und sicherte sich die Führung im FP1, auch wenn er in der Zielkurve einen späten Sturz verzeichnen musste.

Bradl auf Platz vier: Neue Teile getestet

Mit Nakagami auf Platz zwei blieb es bei der Honda-Doppelspitze, auch weil die Konkurrenz auf einen Schlussangriff verzichtete. Das erklärt den großen Rückstand von Mir, dem an dritter Stelle bereits acht Zehntelsekunden auf die Spitze fehlten.

Stefan Bradl kämpfte sich am Ende mit frischen weichen Reifen noch auf Platz vier nach vorn. Der Honda-Pilot, der seit Brünn der verletzten Marc Marquez ersetzt, testete wieder einige neue Teile, darunter ein modifiziertes Chassis mit Carbon-Verstärkung sowie einen neuen Auspuff. Sein Rückstand lag bei 0,819 Sekunden.

Petronas-Pilot Franco Morbidelli wurde als Fünfter bester Yamaha-Pilot. Er rangierte vor Markenkollege Maverick Vinales, der die Session auf Platz sechs beendete. Jack Miller war an siebenter Position der einzige Ducati-Pilot in den Top 10, die von den Espargaro-Brüdern und Cal Crutchlow (LCR-Honda) abgerundet wurden.

FP1: Ducati-Duo und Quartararo weit zurück

Letzterer hatte gegen Ende des Trainings mit technischen Problemen zu kämpfen und musste seine Honda vorzeitig abstellen. Dennoch schafften mit ihm alle Honda-Fahrer den Sprung in die Top 10, und das zum ersten Mal in dieser MotoGP-Saison.

Aragon-1-Sieger Alex Rins (Suzuki) landete beim FP1 am Morgen hinter Johann Zarco (Avintia-Ducati) auf dem zwölften Rang. Ihm fehlten 1,188 Sekunden auf die Spitze. Die beiden Ducati-Werkspiloten Danilo Petrucci und Andrea Dovizioso kamen nicht über die Plätze 14 und 16 hinaus. Noch weiter hinten landete Fabio Quartararo.

Der Petronas-Yamaha-Pilot wurdeBeim FP1 nur Siebzehnter und hatte fast anderthalb Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Allerdings war er die komplette Session mit denselben Reifen unterwegs. In Kurve 8 hatte er einen kleinen Ausritt, stürzte aber nicht.

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