Franco Morbidelli, Johann Zarco und Fabio Quartataro trennt im dritten MotoGP-Training in Brünn nur ein Zehntel. Rossi wird Fünfter. Dovizioso nicht direkt im Q2.

Auch im dritten Freien Training der MotoGP in Brünn hat ein Petronas-Yamaha-Pilot die Nase vorn. Nur handelt es sich diesmal um Franco Morbidelli. Er setzte sich im FP3 mit einer Bestzeit von 1:56.037 Minuten knapp gegen Johann Zarco (Avintia-Ducati/+0,016 Sekunden) und Teamkollege Fabio Quartararo (+0,097) durch.

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Weil die Temperaturen mit 27 Grad Luft und 29 Grad Asphalt noch vergleichsweise „kühl“ waren – am Nachmittag soll es, gerade was den Asphalt angeht, deutlich heißer werden -, entschieden sich viele Fahrer zu Beginn der Session für den weichen Hinterreifen.

Valentino Rossi fuhr wiederum vorne und hinten die Medium-Mischung und setzte sich damit nach drei Runden mit der ersten 1:56er-Zeit in dieser Session an die Spitze. Cal Crutchlow (LCR-Honda) und Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) ordneten sich dahinter ein.

Quartararo ging es ruhiger an

Fabio Quartararo, am Freitag schnellster Mann auf der Strecke, ließ es etwas ruhiger angehen. Mit dem weichen Vorder- und dem harten Hinterreifen lag er nach dem ersten Run mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf Platz sechs. Im Gesamtklassement hielt er aber weiter die Spitze, da das Tempo noch langsamer war als am Freitag.

Daran änderte sich lange nichts, da die Mehrheit der Fahrer an ihrer Rennpace, sprich mit gebrauchten Reifen arbeitete. Mit Anbruch der letzten 20 Minuten kam dann Bewegung in die Spitze, denn sowohl Johann Zarco als auch Aleix Espargaro gingen mit einem frischen Hinterreifen erfolgreich auf Zeitenjagd.

Damit verdrängten die beiden Rossi von Platz eins. Allerdings hielt Zarcos Führung nicht lang, denn auch Suzuki-Pilot Joan Mir legte nach. Immer mehr Fahrer knackten nun die 1:57er-Marke, was auf eine spannende und vor allem enge Schlussphase hindeutete.

FP3: Heiße Phase an Morbidelli

Mit Beginn der heißen Phase markierte Franco Morbidelli eine neue absolute Bestzeit von 1:56.037 Minuten und übernahm nicht nur die Führung in dieser Session, sondern auch im Gesamtklassement. Die Konkurrenz pirschte sich zwar mit jeder Runde näher an diese Messlatte heran, kam aber nicht an Morbidelli vorbei.

Der Petronas-Pilot blieb hauchdünn in Führung. Zarco eroberte auf seiner letzten fliegenden Runde noch Platz zwei und verwies Quartararo damit auf den dritten Rang. Mit Pol Espargaro auf der KTM schaffte es neben Yamaha und Ducati ein weiterer Hersteller in die Top 4. Sie lagen im Ziel innerhalb einer Zehntelsekunde.

Rossi hätte auf seiner Schlussrunde Morbidelli beinahe noch von der Spitze verdrängt, verlor aber im letzten Sektor das Momentum und ordnete sich an vierter Stelle ein. Aprilia-Pilot Aleix Espargaro meldete sich als Sechster in den Top 10 zurück.

Rins, Dovizioso und Nakagami in Q1

Komplettiert wurden die ersten Zehn von Joan Mir, Cal Crutchlow, Maverick Vinales und Danilo Petrucci. Sein Abstand zur Spitze lag bei gerade mal 0,257 Sekunden. Suzuki-Pilot Alex Rins verpasste den direkten Q2-Einzug als Elfter nur knapp. Auch Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Andrea Dovizioso (Ducati) müssen in Q1 ran.

Oliveira war der einzige Fahrer in diesem dritten Training, der seine Zeit vom Vortag nicht steigern konnte. Das lag an einem späten Sturz, der eine persönliche Verbesserung des KTM-Piloten zunichte machte. Die beiden Repsol-Honda-Piloten Alex Marquez und Stefan Bradl landeten abgeschlagen auf den Plätzen 19 und 20.