Petronas-Yamaha beginnt das zweite Wochenende in Misano mit beiden Fahrern an der Spitze – KTM macht einen Sprung und hat gleich zwei Piloten in den Top 5.

An diesem Wochenende wird zum zweiten Mal hintereinander in Misano gefahren – dieses Mal beim Grand Prix der Emilia Romagna. Alle MotoGP-Teams sind auf die Strecke eingeschossen und es geht in den Trainings nur noch um Details.

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Die Bestzeit am Freitagvormittag sicherte sich Fabio Quartararo mit 1:37,721 Minuten. Der Franzose war um den Hauch von 0,090 Sekunden schneller als sein Petronas-Yamaha-Teamkollege Franco Morbidelli.

Die MotoGP in Misano 2: Alle jagen Dovizioso

Misano 2: Perfekte Bedingungen auf der Strecke

Bei perfekten Bedingungen und Temperaturen von etwas mehr als 20 Grad Celsius setzten die Teams ihre Arbeit vom Testtag am Dienstag fort. Zunächst stand bei allen die Arbeit an der Renn-Pace im Vordergrund.

Zum Schluss gab es die spannende Zeitenjagd, denn das Qualifying ist extrem wichtig geworden. KTM hat einen Schritt vorwärts gemacht, denn Pol Espargaro und Miguel Oliveira mischten als Dritter und Fünfter im Spitzenfeld mit.

Auch Joan Mir präsentierte sich mit der Suzuki wieder konkurrenzfähig und beendete den Vormittag als Vierter. Bester Honda-Vertreter war einmal mehr Takaaki Nakagami als Sechster. HRC-Projektleiter Takeo Yokoyama verbrachte erneut viel Zeit in der LCR-Box.

Doviszioso und Zarco beste Ducati-Piloten

Andrea Dovizioso und Johann Zarco waren auf den Positionen sieben und acht die besten Ducati-Fahrer. Ihr Rückstand betrug eine knappe halbe Sekunde. Die Top 10 komplettierten Aleix Espargaro mit der Aprilia sowie Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati).

Maverick Vinales rückte als einziger Yamaha-Fahrer mit dem neuen, langen Auspuff aus. Dieser soll die Fahrbarkeit des Motors etwas verbessern und dadurch eventuell auch den Hinterreifen etwas besser schonen. Ein Problem, mit dem Vinales in den Rennen oft zu kämpfen hat.

Einige Fahrer legten es zum Schluss nicht auf eine schnelle Runde an. Darunter war auch Vinales, der nur 13. wurde. Auch Valentino Rossi, der nicht mit dem neuen Auspuff fuhr, verzichtete auf eine Zeitenjagd. Das bedeutete Platz 17.

Alex Rins gleich zweimal mit Problemen

Alex Rins pflügte einmal in Kurve 5 durch das Kiesbett. Der Suzuki-Pilot konnte einen Highsider abfangen. Er checkte dann aber gleich seine rechte, immer noch angeschlagene Schulter. Der Airbag hatte sich auch geöffnet.

Nach einem Boxenstopp fuhr Rins wieder auf die Strecke. Allerdings stürzte er diesmal in Kurve 8. Das ist im Gegensatz zu Kurve 5 eine Linkskurve. Dem Spanier war auf den Bodenwellen das Vorderrad eingeklappt.

Stefan Bradl (Honda) hatte den Test am vergangenen Dienstag ausgelassen und sich daheim erholt. Vergangenen Sonntag hatte der Deutsche Probleme mit einem Nerv im rechten Arm. Er hofft laut eigener Aussage, dass diesmal alles o.k. ist. Mit 1,6 Sekunden Rückstand belegte Bradl Rang 20.

Andrea Iannone stattete der Aprilia-Box einen Besuch ab. Er war das erste Mal seit dem Winter-Test in Katar vor Ort. Damals hatte er am Fotoshooting des Teams teilgenommen. Mitte Oktober findet seine Berufungs-Verhandlung bezüglich der Doping-Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof statt. Das zweite Training in Misano beginnt um 14:10 Uhr.