Fabio Quartararo übernimmt im FP3 die Spitze – Valentino Rossi schafft den Sprung in die Top 10 – Alex Rins und Marc Marquez geraten erneut aneinander.

Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo hat sich im dritten Freien Training zum Spanien-Grand-Prix in Jerez die Bestzeit gesichert. Der Franzose umrundete den Kurs in 1:36,806 Minuten und unterbot damit deutlich die Freitags-Bestzeit von Marc Marquez (Honda). Valentino Rossi schaffte im Vergleich zum Freitag eine deutliche Steigerung und qualifizierte sich direkt für das Q2.

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Die Piloten der Königsklasse zogen im FP3 gleich zu Beginn das Tempo an. Suzuki-Pilot Alex Rins attackierte nach wenigen Minuten Marc Marquez‘ Freitags-Bestzeit und scheiterte mit weichen Reifen nur knapp an der 1:37,350er-Runde des Weltmeister. Rins übernahm mit einer 1:37,476er-Zeit die Führung in der FP3-Wertung.

Nach einer Viertelstunde schob sich Pramac-Pilot Jack Miller mit einer 1:37,375er-Runde an die Spitze der FP3-Wertung. Der Australier verwendete dafür wie Rins einen Satz weicher Reifen. Pramac-Teamkollege Francesco Bagnaia startete ebenfalls eine zeitige Attacke mit weichen Reifen und verbesserte sich deutlich. Der Italiener war nur 0,133 Sekunden langsamer als Miller, übernahm Position drei und befand sich auf Q2-Kurs.

Die MotoGP in Jerez: Alle jagen Marquez

Jerez: Spannender Showdown um Q2-Einzug

Marquez‘ Freitags-Bestzeit wurde nach der Halbzeit des FP3 gleich von zwei Fahrern unterboten. Zuerst übernahm Suzuki-Pilot Joan Mir mit einer 1:37,333er-Runde die Führung. Wenig später setzte sich Yamaha-Pilot Fabio Quartararo an die Spitze. Quartararo schraubte die Bestzeit auf 1:37,182 Minuten runter und legte eine Runde später noch einmal nach. Die Uhr blieb bei 1:36,806 Minuten stehen.

Fünf Minuten vor dem Ablaufen der Uhr spitzte sich ein Showdown um den direkten Einzug ins Q2 zu. Die Top 10 lagen vor dem finalen Schlagabtausch innerhalb von sieben Zehntelsekunden. Yamaha-Pilot Franco Morbidelli lag mit einer 1:37,515er-Runde auf dem zehnten Platz.

Fabio Quartararos Zeit blieb ungefährdet, aber Jack Miller und Joan Mir kamen nah an die Zeit des Franzosen heran. Miller scheiterte um lediglich 0,052 Sekunden an der Bestzeit, Mir kam bis auf 0,102 Sekunden heran.

Valentino Rossi schiebt sich in die Top 10

Weltmeister Marc Marquez war als Vierter bester Honda-Pilot. Yamaha-Pilot Maverick Vinales komplettierte die Top 5. Cal Crutchlow (LCR-Honda) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) folgten auf den positionen sechs und sieben.

Valentino Rossi (Yamaha) gelang eine deutliche Steigerung. Der Altmeister schob sich im FP3 in die Top 10 und qualifizierte sich als Achter direkt für das Q2. Ebenfalls direkt qualifiziert sind Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) und Andrea Dovizioso (Ducati). Dovizioso rettete sich in letzter Sekunde in die Top 10.

KTM konnte keinen Fahrer in die Top 10 bringen. Speerspitze Pol Espargaro scheiterte als Elfter knapp am Einzug ins Q2. Teamkollege Brad Binder wurde nach den drei Trainings auf der 16. Position gelistet. Iker Lecuona rutschte auf die 18. Position ab, Miguel Oliveira lag nach dem FP3 auf Position 21.

Alex Rins wird von Marc Marquez behindert

In der Schlussphase des FP3 wurde Suzuki-Pilot Alex Rins von Marc Marquez behindert. Rins lief auf einer schnellen Runde auf die Honda mit der Nummer 93 auf und musste seinen finalen Versuch abbrechen.

Rins ärgerte sich über das Verhalten seines Landsmanns. Bereits im Vorjahr waren Rins und Marquez aneinander geraten. Durch das Manöver konnte sich Rins nicht mehr steigern und muss am Nachmittag im Q1 antreten.

Für Aprilia verlief das FP3 ähnlich ernüchternd wie am Vortag. Aleix Espargaro kam mit der neuen RS-GP nicht über Platz 17 hinaus. Ersatz-Pilot Bradley Smith wurde als 22. und Letzter gewertet. Ebenfalls nicht direkt für das Q2 qualifizieren konnten sich Ducati-Werkspilot Danilo Petrucci und Avintia-Pilot Johann Zarco. Und auch Moto2-Champion Alex Marquez (Honda) muss den Umweg über das Q1 antreten.