Noch ist es nur ein Plan, doch Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta kämpft wie ein Löwe für ein MotoGP-Doppel im Juli in Jerez – kommt nächste Woche das Go der Regierung?

Lange wurde spekuliert, dass die MotoGP-Saison 2020 frühestens im August starten könne. Nun soll es doch schon im Juli losgehen – und zwar in Jerez. Kurz darauf soll auch die Superbike-WM dort gastieren. In einem Video-Gespräch auf ‚MotoGP.com‘ spricht Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta jetzt über die Details.

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„Gestern hatten wir ein Treffen – der Vize-Präsident der Regionalregierung von Andalusien, der Bürgermeister von Jerez und ich. Dabei haben wir uns auf die Bedingungen geeinigt, um vorzuschlagen, dort zwei MotoGP-Events und eine Superbike-Veranstaltung abzuhalten. Und zwar am 19. und 26. Juli beziehungsweise am ersten Wochenende im August.“

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MotoGP-Boss: Spaniens Regierung als letzte Instanz

Weiter erklärte Ezpeleta, man habe sich auf die Bedingungen sowie die Art und Weise, wie die Events durchgeführt werden könnten, geeinigt. Und das Konzept anschließend der spanischen Regierung vorgelegt. „Wir warten auf die offizielle Antwort in dieser Angelegenheit“, sagt der Dorna-Boss. Gespräche über die Ausrichtung der Grands Prix sollen dann nächste Woche beginnen.

Dabei wird es nicht allein um die Rennen gehen, sondern auch um einen Test im Vorfeld der Grands Prix. „Unser Vorschlag ist, einen Test am Mittwoch vor dem ersten Wochenende abzuhalten“, verrät der Spanier. Was weitere Updates bezüglich des Saisonkalenders für 2020 angeht, bleibt er jedoch noch zurückhaltend.

Termin-Kollisionen mit der Formel 1 drohen

„Wir durchlaufen ähnliche Verfahren mit den Regierungen in jedem Land, in das wir gehen wollen“, erklärt Ezpeleta die Hürden in Corona-Zeiten. „Und wir denken, dass wir vielleicht bis zur ersten Juni-Hälfte einen Kalender vorschlagen können. Wir haben verschiedene Termine im Auge. Aber wir warten auch auf den Formel-1-Kalender.“

Dieser sieht nach jetzigem Stand einen Saison-Start am 5. Juli in Spielberg vor. Ziel ist es, 15 bis 18 Rennen bis Mitte Dezember zu fahren. Doch noch sind nicht alle Termine gesetzt. Ezpeleta weiß: „Es wird schwierig werden, Kollisionen mit der Formel 1 zu vermeiden. Weil die Zeit knapp ist – und weil es viele Rennen geben wird.“