Yamaha-Pilot Maverick Vinales sichert sich auch für das zweite MotoGP-Rennen in Misano den besten Startplatz – Jack Miller und Fabio Quartararo ebenfalls in Reihe eins.

Maverick Vinales hat in Misano auch die Pole-Position für das zweite MotoGP-Rennen erobert. Der Yamaha-Pilot fuhr im Qualifying 1:31,077 Minuten und war damit um 0,076 Sekunden schneller als Jack Miller (Pramac-Ducati). Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) komplettierte als Dritter die erste Startreihe.

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Genau wie am Samstag vor sieben Tagen setzte Vinales auf eine andere Taktik. Er legte zwei Boxenstopps ein und hatte somit drei Versuche mit einem frischen Hinterreifen. Dieser Plan ging wie am letzten Wochenende perfekt auf.

„Ich bin happy“, freute sich Vinales. „Für das Rennen habe ich auch ein recht gutes Gefühl, denn im FP4 lief es deutlich besser als in den vorherigen Trainings. Im letzten Versuch haben wir nämlich noch etwas gefunden, was sich morgen hoffentlich auszahlen wird.“

Die MotoGP in Misano 2: Alle jagen Dovizioso

Track-Limits: Bagnaia wird Pole-Runde gestrichen

Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) hatte im vierten Freien Training die beste Pace gezeigt. Auch im Qualifying war der Italiener ein Anwärter auf die Pole-Position. Bagnaia konnte tatsächlich die Vinales-Zeit unterbieten, aber er war in der Zielkurve zu weit über den Randstein gefahren.

Deshalb wurde Bagnaia diese Rundenzeit gestrichen. Mit seiner zweitbesten Rundenzeit landete Bagnaia auf dem fünften Startplatz. Pol Espargaro unterstrich als Vierter die deutlich bessere Form von KTM an diesem Wochenende. Brad Binder qualifizierte sich als Sechster ebenfalls für Reihe zwei.

Misano 2: Valentino Rossi in Startreihe drei

Dadurch wurde Valentino Rossi (Yamaha) noch aus der zweiten Startreihe auf Platz sieben verdrängt. Sein Rückstand auf Teamkollege Vinales betrug 0,359 Sekunden. Zum Schluss hängte sich Rossi an das Hinterrad seines Kumpels Bagnaia und ließ sich um den Kurs ziehen.

Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha), der Sieger vom vergangenen Sonntag, leidet seit Anfang der Woche unter einer Magenverstimmung. Im Qualifying schaffte er Platz acht. Danilo Petrucci (Ducati) rundete als Neunter die dritte Startreihe ab.

Andrea Dovizioso (Ducati), der Q1 überstand, qualifizierte sich für Startplatz zehn. Joan Mir hatte im vierten Training ähnlich wie Bagnaia eine sehr starke Rennpace gezeigt. Im Qualifying schwächelte Suzuki. Mir wurde Elfter.

Nakagami-Bike nach Abflug Schrott

Honda-Speerspitze Takaaki Nakagami verpasste sein Ziel von der ersten Startreihe deutlich. Fünf Minuten vor Ende von Q2 stürzte der Japaner in seiner Aufwärmrunde in Kurve 15. Nakagami passierte dabei nichts, aber die RC213V überschlug sich mehrfach im Kiesbett.

An gleicher Stelle war Nakagami auch schon im vierten Training gestürzt. Somit wurde es für den Japaner der zwölfte und letzte Platz im zweiten Qualifying-Abschnitt.

Im ersten Qualifying-Abschnitt kämpften mehrere Fahrer um die ersten beiden Plätze, die den Einzug ins Q2 bedeuteten. Miller sicherte sich mit 1:31,559 Minuten eine knappe Bestzeit. Erst im letzten Moment schaffte WM-Leader Dovizioso den zweiten Platz.

Feierabend für Zarco, Oliveira und Rins in Q1

„Dovi“ kam bis auf 0,053 Sekunden an Millers Bestzeit heran. Mit seinem letzten Angriff verdrängte Dovizioso damit noch MotoGP-Rookie Iker Lecuona von einem Platz in Q2. Für beide Tech-3-KTM-Fahrer war nach Q1 Feierabend.

Spielberg-Sieger Miguel Oliveira hatte im Vormittags-Training gleich zwei Stürze. Der Portugiese zog sich keine gröberen Verletzungen zu, aber in Q1 hatte er als Fünfter keine Chance auf Q2. Das bedeutete Startplatz 15 für Oliveira.

Ein turbulentes Qualifying hatte Johann Zarco (Avintia-Ducati), der zu Beginn seines zweiten Angriffs in Kurve 14 stürzte und sich die Zusatzflügel bei der Verkleidung beschädigte. Trotzdem gab Zarco Gas und fuhr noch die viertschnellste Zeit (Startplatz 14).

Auch Aleix Espargaro stürzte in seinem finalen Versuch von seiner Aprilia. Einen Tag zum Vergessen erlebte Alex Rins. Der Suzuki-Pilot hatte 0,7 Sekunden Rückstand auf Millers Q1-Bestzeit. Damit qualifizierte sich Rins nur für Startplatz 18.

Der Grand Prix der Emilia Romagna über 27 Runden wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet.