Warum gibt es auf manchen Strecken nach dem Randstein eine grüne Fläche, die nicht befahren werden darf? Immer wieder führt das zu Track-Limit-Diskussionen.

Auf diversen Rennstrecken befindet sich am Ende eines Randsteins eine grüne Fläche. Befahren werden darf sie nicht – passiert das doch, missachtet ein Fahrer die Track-Limits. Jorge Martin kostete das im Moto2-Rennen beim Grand Prix der Steiermark in Spielberg den Sieg.

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Der Spanier war in der letzten Runde auf eine grüne Fläche nach einem Randstein gekommen. Werden Track-Limits in der letzten Runde missachtet, muss der Fahrer eine Position abgeben. Im Training und im Qualifying wird die Rundenzeit gestrichen.

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Track-Limits: Quartararo in Misano 2 bestraft

Im zweiten Misano-Rennen missachtete Fabio Quartararo zu oft die Track-Limits und erhielt dafür eine Strafe. Unter anderem deshalb, weil er am Ausgang der Zielkurve über die grüne Fläche nach dem Randstein gefahren war.

Doch wozu gibt es überhaupt diese grüne Fläche, wenn der Randstein ohnehin schon zu Ende ist? „Die Dreiecke am Ende von Randsteinen markieren das Ende des Randsteins“, sagt MotoGP-Renndirektor Mike Webb.

„Insgesamt geht es darum, die Randsteine nicht immer weiter auszudehnen. Denn dadurch wird die Rennstrecke schneller. Wir wollen die Fahrer aber auch nicht zu einer unnatürlichen Linie zwingen, die eigentlich sogar ein Problem darstellen könnte.“

Strecke möglichst als „sanfte, fließende Linie“

„Wir haben versucht, die Strecke zu einer sanften, fließenden Linie zu machen, bei der es möglich ist, die Randsteine zu verlängern und kein Sicherheitsproblem zu verursachen. Brünn ist ein offensichtliches Beispiel. Und die Zielkurve in Misano ein weiteres.“

„Wir verlängern sie, wenn sich die Fahrer das wünschen und es offensichtlich ist, dass es für die Piloten sonst ein Problem ist. Das Dreieck in Kurve 16 wurde schon letztes Jahr am Freitagabend aus genau diesem Grund verlängert. Das aktuelle Dreieck ist das, worauf sie im vergangenen Jahr hingewiesen haben. Und es ist eine natürlichere Linie.“