Weltmeister Marc Marquez eröffnet den MotoGP-Test in Jerez mit einer Bestzeit – Alex Rins und Valentino Rossi in den Top 3 – Dovizioso mit lädierter Schulter weit zurück.

#MotoGPisBack: In Jerez ist dieser Hashtag in dieser Woche Programm. Die Königsklasse geht zum ersten Mal seit dem Vorsaison-Test in Katar Anfang März wieder auf die Strecke. Bevor es am Freitag mit den ersten Trainings zum Großen Preis von Spanien losgeht, wird an diesem Mittwoch getestet.

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Für die MotoGP begann die erste Session um 10:00 Uhr vormittags bei bestem Wetter. Die Strecke war trocken und der Asphalt hatte 38 Grad. MotoE und Moto3 hatten zu diesem Zeitpunkt schon je eine Session absolviert. Alle Klassen wechseln sich an diesem Test-Tag ab. Die MotoGP fährt zwei Mal je 90 Minuten.

Für die Piloten und Teams geht es in erster Linie darum, sich mit den Bedingungen vor Ort vertraut zu machen. Nach der langen Pause gilt es, wieder ein Gefühl für die Maschinen zu bekommen. Bei privaten Tests war es zuvor nur den Teams mit Konzessionen (KTM und Aprilia) erlaubt, mit ihren Stammfahrern zu testen.

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Jerez: Angeschlagener Dovizioso weit zurück

An diesem offiziellen Test-Tag sind nun alle 22 MotoGP-Piloten mit dabei. Für den noch immer gesperrten Andrea Iannone geht bei Aprilia Testfahrer Bradley Smith an den Start. Ducati-Pilot Andrea Dovizioso wurde trotz eines Schlüsselbeinbruchs vor wenigen Wochen für fit erklärt und kann somit ebenfalls antreten.

Allerdings musste sich der Italiener nach 22 gefahrenen Runden mit Platz 19 begnügen. Sein Rückstand auf den Session-Schnellsten Marc Marquez (Honda) lag bei 1,260 Sekunden. Der Weltmeister toppte das Klassement mit einer Bestzeit von 1:37,941 Minuten. Und blieb damit der einzige Fahrer unter 1:38 Minuten.

Dank einer starken Schlussphase setzten sich Alex Rins (Suzuki/+0,252 Sekunden) und Valentino Rossi (Yamaha/+0,281) an die Positionen zwei und drei. Beide fuhren ihre Bestzeiten auf ihrer letzten schneller Runde. Stark präsentierte sich die gesamte Session über Aleix Espargaro (Aprilia/+0,344), der Vierter wurde.

Klareres Bild für den Nachmittag erwartet

Die Top 5 komplettierte Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha/+0,371), gefolgt von Cal Crutchlow (LCR-Honda/+0,372) und Jack Miller (Pramac-Ducati/+0,407). Miguel Oliveira wurde als Achter (+0,485) bester KTM-Fahrer. Franco Morbidelli (Petronas/+0,792) und Francesco Bagnaia (Pramac/+0,851) rundeten die Top 10 ab.

Insgesamt lagen 14 Fahrer innerhalb einer Sekunde. Wie repräsentativ diese Zeiten sind, wird sich erst am Nachmittag zeigen. So betonte etwa Davide Tardozzi von Ducati: „Wir haben Dovizioso und Petrucci gesagt, es erstmal etwas ruhiger anzugehen. Die Tests am Nachmittag werden in Bezug auf Temperaturen und Reifen realistischer sein.“ Weiter geht es in Jerez mit der zweiten MotoGP-Session um 14:00 Uhr.

Jerez-Test – die Zeiten der Vormittags-Session:

01. Marc Marquez (Honda) – 1:37,941 Minuten (27/31 Runden)
02. Alex Rins (Suzuki) +0,252 Sekunden (31/33)
03. Valentino Rossi (Yamaha) +0,281 (31/32)
04. Aleix Espargaro (Aprilia) +0,344 (22/23)
05. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) +0,371 (29/30)
06. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +0,372 (29/31)
07. Jack Miller (Pramac-Ducati) +0,407 (16/22)
08. Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) +0,485 (30/31)
09. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,792 (19/30)
10. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) +0,851 (25/27)
11. Joan Mir (Suzuki) +0,882 (21/28)
12. Pol Espargaro (KTM) +0,903 (24/31)
13. Maverick Vinales (Yamaha) +0,922 (21/29)
14. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +0,932 (27/28)
15. Bradley Smith (Aprilia) +1,001 (20/22)
16. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) +1,148 (24/26)
17. Johann Zarco (Avintia-Ducati) +1,198 (28/33)
18. Alex Marquez (Honda) +1,210 (31/33)
19. Andrea Dovizoso (Ducati) +1,260 (21/22)
20. Danilo Petrucci (Ducati) +1,308 (15/21)
21. Brad Binder (KTM) +1,341 (21/29)
22. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +1,618 (26/26)