Um im Titel-Duell mit MotoGP-Weltmeister Marc Marquez zu bestehen, hat Maverick Vinales vor allem eine Schwachstelle ausgemacht, die er verbessern will.

In der letzten MotoGP-Saison gelang es nur wenigen, Weltmeister Marc Marquez zu schlagen. Einer von ihnen war Maverick Vinales, der seinen spanischen Landsmann in zwei Rennen – in Assen und Sepang – bezwingen und auf Platz zwei verweisen konnte. Im MotoGP-Jahr 2020 will Vinales das noch deutlich öfter schaffen.

Um das zu bewerkstelligen, weiß der Yamaha-Pilot, was nötig ist. „Ich muss als Erster starten, oder zumindest als Erster oder Zweiter. Das ist sehr wichtig. Denn das ganze letzte Jahr hatten wir in den ersten Runden zu kämpfen. Deshalb arbeiten wir dieses Jahr sehr hart daran, uns zumindest in den ersten Runden deutlich zu verbessern.“

„Denn nach Runde 10 denke ich, dass wir immer in der Lage sind, die besten Runden-Zeiten und das beste Tempo zu fahren“, erklärt Vinales weiter. „Aber es ist wichtig, von der ersten Runde an dabei zu sein. Für mich geht es vor allem darum, den Start und die erste Runde zu verbessern. Das wird der Schlüssel sein, um gegen Marc zu bestehen.“

MotoGP 2020: Spannung nach Sepang-Test

Woran es in den ersten Runden immer haperte

Um das Qualifying selbst macht sich der WM-Dritte des Vorjahres indes keine Sorgen. „Zum Glück ist die Qualifikation immer gut gewesen. Wir standen bei vielen Rennen in der ersten Reihe. Ich glaube, über eine Runde sind wir sehr, sehr stark. Das Problem ist also, wenn wir nicht die Chance haben, in der ersten Reihe zu stehen“, sagt der Spanier.

Denn schon bei einem Start aus der zweiten Reihe sei es mit der Yamaha schwierig, zu überholen. Oder vor allem in der ersten Runde Positionen zu gewinnen. „Das ist also etwas, das wir verbessern müssen, wenn wir um die Meisterschaft kämpfen wollen“, weiß Vinales. „Denn nicht jeden Tag werden wir in der ersten Reihe stehen.“

Man müsse sich deshalb auch dafür wappnen, als Fünfter oder Sechster zu starten. Helfen soll dabei auch der neue Michelin-Hinterreifen, der mehr Grip verspricht. „Eigentlich habe ich mich damit seit meiner ersten Runde in Montmelo im Vorjahr sehr gut gefühlt. Auch in der Art und Weise, wie ich das Motorrad umlege“, verrät Vinales.

Neuer Michelin-Reifen stimmt Vinales optimistisch

Kritikern am neuen Hinterreifen, die Yamaha und Suzuki bevorteilt sehen, entgegnet er: „Die Veränderung wird positiv sein. Aber gilt das für alle. Denn mehr Grip bringt auch die anderen Hersteller dazu, bessere Beschleunigung und mehr Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. So bringt das für jeden etwas Positives mit sich.“

„Aber ja, wir werden versuchen, damit umzugehen. Und auch für die ersten Runden ist es viel besser. Denn für uns wird mehr konstanter Grip viel besser sein, um das Bike auf das Rennen vorzubereiten“, analysiert der Yamaha-Pilot. Und hofft, damit nicht nur Marquez, sondern auch dem Rest des Feldes die Stirn bieten zu können…