Drei Yamahas in den Top 5, Valentino Rossi nach seinem zweiten Sturz des Tages nicht in den Top 10 – Johann Zarco erneut schneller als Cal Crutchlow.

Fabio Quartararo hat sich beim MotoGP-Saisonfinale 2019 in Valencia auch im FP2 die Bestzeit gesichert. Der Petronas-Yamaha-Pilot umrundete den Kurs in 1:30,735 Minuten und unterbot seine FP1-Bestzeit damit deutlich.

Yamaha bestätigte die starke Form der vergangenen Renn-Wochenenden und brachte mit Ausnahme von Valentino Rossi alle Fahrer in die Top 5. Rossi ging im FP2 zu Boden und verlor dadurch wertvolle Trainings-Zeit.

Der Altmeister bescherte seinen Mechanikern wie im FP1 am Vormittag zusätzliche Arbeit. Denn nach knapp einer Viertelstunde fabrizierte der Italiener seinen zweiten Sturz des Wochenendes und zerstörte dabei sein Einsatz-Bike.

Wie am Vormittag stürzte Rossi über das Vorderrad. Dieses Mal ging der 40-Jährige in Kurve 10 zu Boden und musste auf die Ersatz-Maschine ausweichen. Zuvor kehrte er in den Yamaha-Truck zurück, um seine Lederkombi zu wechseln.

Valencia: Marquez zunächst Schnellster, Miller stürzt

Honda-Pilot Marc Marquez führte die Wertung im FP2 mit einer 1:30,974er-Runde an und war damit deutlich schneller als seine Verfolger. Die FP1-Bestzeit von Fabio Quartararo hatte Marquez um etwa eine halbe Sekunde unterboten. Mit dieser Zeit behauptete Marquez bis zur Schluss-Offensive die Spitzenposition.

Jack Miller (Pramac-Ducati) landete 14 Minuten vor dem Ende der Session im Kies. Beim Anbremsen von Kurve 2 rutschte der Australier über das Vorderrad von der Strecke. Miller versuchte, den Sturz im Marquez-Stil zu retten, konnte seine Ducati aber nicht wieder aufrichten.

Rossi greift wieder ein, Dovizioso mit Defekt

Valentino Rossi rollte 13 Minuten vor dem Ende von FP2 wieder auf die Strecke. Mit einer neuen Lederkombi versuchte der Yamaha-Pilot, die finalen Minuten des zweiten Trainings zu nutzen, um sich in den Top 10 zu behaupten. Er war durch die Zwangspause bis auf Position neun der FP2-Wertung zurückgefallen.

An der Ducati von Andrea Dovizioso gab es in der Schlussphase von FP2 ein Problem. Beim Anbremsen von Kurve 1 spritzte Flüssigkeit aus der Kanzel. Dovizioso kehrte nach dem Zwischenfall an die Ducati-Box zurück und ließ seine Desmosedici untersuchen. Bereits im FP1 gab es im Ducati-Lager einen Defekt. Die Maschine von Gast-Starter Michele Pirro fing nach wenigen Minuten Feuer und musste gelöscht werden.

Viele Verbesserungen in den letzten Minuten

In den finalen Minuten kehrten die Piloten auf die Strecke zurück, um auf Zeitenjagd zu gehen. Ein Platz in den Top 10 war besonders wichtig, da nicht sicher ist, ob im FP3 am Samstagvormittag weitere Verbesserungen möglich sind. In den Vormittags-Sessions ist es kalt, die Haftung dadurch deutlich geringer als am Nachmittag.

Suzuki-Pilot Joan Mir fuhr absolute Sektor-Bestzeiten und übernahm zwischenzeitlich Platz zwei. Aber auch Jack Miller, Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Aleix Espargaro (Aprilia) fuhren absolute Sektor-Bestzeiten. Doch noch blieb Marquez an der Spitze.

Yamaha-Pilot Maverick Vinales war der erste Fahrer, der Marquez‘ Zeit unterbieten konnte. Der Spanier fuhr eine 1:30,883er-Runde und übernahm damit die Spitze. Und auch Fabio Quartararo war schnell unterwegs. Der Franzose übernahm eine Minute vor dem Ende mit einer 1:30,735er-Runde die Führung in der FP2-Wertung.

Yamaha, Honda und Ducati in den Top 5

Quartararos Zeit blieb ungefährdet. Erneut setzte sich der Rookie in einer Trainings-Sitzung gegen seine Kollegen durch. Yamaha-Markenkollege Vinales war mit 0,148 Sekunden Rückstand erster Verfolger. Marc Marquez konnte sich in der Schlussphase nicht noch einmal steigern und beendete den Tag auf Position drei.

Jack Miller war als Vierter bester Ducati-Pilot. Petronas-Yamaha-Pilot Franco Morbidelli bestätigte als Fünfter die starke Form der Yamahas. Dahinter folgten die beiden Werks-Suzukis von Alex Rins und Joan Mir. Aleix Espargaro brachte Aprilia in die Top 8. Andrea Dovizioso (Ducati) und Johann Zarco (LCR-Honda) komplettierten die Top 10.

Sollten im FP3 keine Verbesserungen möglich sein, dann muss Cal Crutchlow (LCR-Honda) im Q1 antreten. Dort trifft der Brite unter anderem auf Valentino Rossi (Yamaha), Jorge Lorenzo (Honda) und Danilo Petrucci (Ducati). Für Rossi verlief das FP2 nach dem Sturz nicht nach Plan. Er wurde bis auf Position 14 durchgereicht. Lorenzo fand sich beim Abschieds-Freitag auf Position 16 wieder.

MotoGP-Rookie Iker Lecuona (Tech-3-KTM) kam im FP2 bis auf 2,379 Sekunden an die Bestzeit heran und zeigte eine ordentliche Vorstellung. Der Spanier leistete sich keine Fehler und war nur 0,227 Sekunden langsamer als Teamkollege Hafizh Syahrin.