Teamintern herrschte zwischen Aleix Espargaro und Andrea Iannone zuletzt dicke Luft. Jetzt setzt der Italiener zur Entschuldigung an – und lobt die Arbeit von Aprilia.

Für Andrea Iannone ist die aktuelle MotoGP-Zwangspause nicht wirklich neu. Bereits seit Mitte Dezember hängt der Aprilia-Pilot in der Warteschleife. Damals bremste ein positiver Doping-Test ihn und seine Saison-Vorbereitung aus. Die Tests 2020 musste er auslassen. Und bisher gibt es in dem Fall immer noch kein Urteil.

Einzig bei der Team-Präsentation der Italiener in Katar zeigte sich Iannone an der Rennstrecke. Und sorgte mit einer Bemerkung über seine Arbeit für den Hersteller für Unmut. Denn er beanspruchte, dass der Großteil des Fortschritts bei Aprilia mit der RS-GP seinem Feedback zu verdanken sei.

Das brachte Teamkollege Aleix Espargaro naturgemäß auf die Palme. Schließlich arbeitet der Spanier schon wesentlich länger für Aprilia als Iannone. In einem Instagram-Chat mit Max Biaggi, seines Zeichens Markenbotschafter bei Aprilia, reagierte Iannone jetzt auf die Vorwürfe seitens Espargaro. Und glättete die Wogen.

Chaos wegen Corona-Virus: MotoGP in der Warteschleife

Iannone: „In Wirklichkeit mögen wir uns“

„Ich bin sehr glücklich, dass ich in Noale eine so wichtige Arbeit geleistet habe. Vor allem haben sie von Anfang an mich geglaubt“, sagt der Italiener. Und ergänzt: „Die ganze Aprilia-Truppe hat einen tollen Job gemacht. Dazu zähle ich natürlich auch Aleix, damit er sich nicht beleidigt fühlt.“

Während ihm Espargaro zuletzt verärgert die Freundschaft aufkündigte, hofft Iannone auf eine Versöhnung. „In Wirklichkeit mögen wir uns und kommen immer miteinander aus“, betont der Aprilia-Pilot. „The Maniac“ war erst letzte Saison zum Team gestoßen, nachdem er Suzuki verlassen musste.

2020 wollten er und Aprilia nach einem schwierigen Jahr 2019 mit der brandneuen RS-GP endlich angreifen. Doch erst kam die Doping-Sperre, und nun bremst die weltweite Corona-Krise die komplette MotoGP aus. Iannone selbst befindet sich derzeit wie alle Italiener in selbstverordneter Quarantäne.

Besonderer Gruß an Aprilia-Teamchef Rivola

Aus dieser schickt er einen besonderen Dank an seinen Teamchef Massimo Rivola, der wie Iannone erst 2019 zu Aprilia stieß. „Ich glaube, es war ein Glücksfall. Letztes Jahr hat er immer sehr gut gearbeitet. Aus meiner Sicht hat er die Erwartungen weit übertroffen“, schwärmt er über den Ex-Ferrari-Mann.

„Massimo ist eine sehr wichtige Person für mich. Er hat mich nie allein gelassen. Und das gilt auch für Aprilia als Ganzes. Ich glaube, dass ohne Massimo vieles anders gewesen wäre“, spricht der Italiener auch die Unterstützung in der Doping-Affäre an. Bis heute genießt er den vollen Rückhalt seines Arbeitgebers.

Dass sich Rivolas Ankunft auch technisch niederschlug, erklärt Iannone so: „Zuvor gab es nur Romano Albesiano. Er ist eher ein Techniker, konnte die Rolle des Sportdirektors daher nicht ausfüllen. Massimo kümmert sich um alles, außer um die technische Seite.“ Dadurch könne sich Albesiano voll und ganz der Entwicklung widmen.