KTM machte jüngst den Anfang, nun zieht Aprilia nach: Der italienische Hersteller testet nächste Woche in Misano. Weitere Hersteller folgen im Laufe des Monats.

Während ein MotoGP-Saisonstart im Juli zwar noch nicht offiziell bestätigt ist, aber immer wahrscheinlicher wird, intensivieren die Teams ihre Vorbereitungen. Nachdem KTM vergangene Woche in Spielberg zum ersten Mal seit Februar wieder testete, plant nun auch Aprilia sein Comeback auf die Strecke.

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Denn mit der Lockerung von Corona-Beschränkungen in ganz Europa haben die Rennstrecken begonnen, ihre Pforten für Track Days zu öffnen. Aprilia meldete sich für die kommende Woche daher für einen zweitägigen Privattest in Misano (10./11.Juni) an. Für den ist zunächst nur Testpilot Bradley Smith vorgesehen.

Wie ‚Motorsport-Total.com‘ von Aprilia erfuhr, ist für Ende des Monats ein weiterer Test in Misano geplant. Dann jedoch mit Smith und Werksfahrer Aleix Espargaro. Sein Teamkollege Andrea Iannone ist wegen Dopings weiterhin gesperrt. Er wartet weiterhin auf das Urteil des Internationalen Sportgerichtshof, wo er Berufung gegangen war.

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Espargaro fiebert erstem MotoGP-Test entgegen

Im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ hatte Espargaro erst kürzlich verraten: „Bei Aprilia arbeiten wir daran, so bald wie möglich einen Test zu organisieren. Aber in Italien haben die Fabriken eine sehr, sehr schwere Zeit hinter sich. Und es ist nicht so einfach, Trainingseinheiten zu organisieren, aber wir arbeiten daran.“

„Wir freuen uns darauf, wieder mit der RS-GP zu fahren. Denn das Ziel ist, so gut wie möglich vorbereitet zu sein auf das erste Rennen. Die Vorsaison ist super gut gelaufen, und […] ich glaube, es wird nicht mehr lange dauern, bis wir einen Test machen können. Sicherlich in den ersten Juniwochen“, sagte Espargaro.

Da sich neben Aprilia auch andere Hersteller für einen Testlauf in Misano Ende Juni angekündigt haben, könnte es das erste Mal seit der Corona-Pause zu einer Art „Gruppentest“ mehrerer MotoGP-Teams kommen. Allerdings können bei solchen Anlässen nur Aprilia und KTM ihre Stammfahrer einsetzen, da sie Konzessionen genießen.

KTM und Aprilia können beim Motor nachbessern

Diese ermöglichen es ihnen auch, ihre normale Entwicklung fortzusetzen, obwohl Motoren und Aerodynamik rückwirkend mit der Katar-Spezifikation eingefroren wurden. Das endgültige Motorendesign der Hersteller mit Konzessionen wird nämlich erst Ende Juni homologiert, sodass hier noch nachgebessert werden kann.

Ein offizieller, von der IRTA organisierter Test, bei dem alle Teams dabei sind, ist übrigens für den 15. Juli in Jerez geplant. Dort soll kurz darauf auch der Neustart der Saison erfolgen, die in Katar Anfang März nur mit den kleinen Klassen der Moto2 und Moto3 eingeläutet werden konnte. Die MotoGP fuhr bisher kein Rennen.