Am Montag war Suzuki-Pilot Joan Mir beim MotoGP-Test schwer gestürzt und kam ins Krankenhaus. Das Rennwochenende in Spielberg muss der Spanier auslassen.

Nach seinem Highspeed-Crash beim jüngsten MotoGP-Test in Brünn am Montag wird Suzuki-Pilot Joan Mir am kommenden Rennwochenende in Spielberg nicht teilnehmen. Bei dem Sturz hatte sich der Spanier eine Lungenprellung zugezogen. Er wurde ins Brünner Krankenhaus eingeliefert, wo man die Erstdiagnose bestätigte.

Zwar befindet sich der 21-Jährige schon wieder auf dem Weg der Besserung, bei Suzuki will man aber lieber auf Nummer sichergehen. „In Anbetracht seiner aktuellen Verfassung entschied sich das Team zusammen mit Mir, keine Risiken einzugehen. Es zog vor, Zeit für Ruhe und Erholung einzuplanen, anstatt zu versuchen, am österreichischen GP teilzunehmen“, heißt es in einer Stellungnahme.

Mir war am Montag kurz vor Testende in Kurve 1 bei fast 300 km/h gestürzt. Die Session musste daraufhin unterbrochen und der Suzuki-Pilot auf einer Trage weggebracht werden. „Es war ein schwerer Unfall. Ich wurde zur weiteren Kontrolle ins Krankenhaus gebracht, weil ich viele Male durch den Kies rollte und viele Schläge erlitt“, erinnert er sich.

Joan Mir nimmt sich für MotoGP-Comeback viel vor

„Am Anfang hatte ich wegen der Lungenprellung Schwierigkeiten beim Atmen. Aber Schritt für Schritt hat sich das gebessert. Jetzt fühle ich mich besser“, berichtet Mir weiter. „Der nächste Schritt ist, ins Krankenhaus Dexeus zu gehen. Dort werde ich mich noch einigen weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen, damit ich sicher sein kann, dass alles in Ordnung ist. Dann werde ich nach Hause gehen.“

Dort will sich der Spanier voll und ganz seiner Genesung widmen. Auch wenn es ihn schmerzt, ihn Österreich aussetzen zu müssen: „Es ist sehr schade. Denn ich fühlte mich wirklich gut mit dem Motorrad und wir absolvierten einen fantastischen Test. Jetzt muss ich von Tag zu Tag denken und versuchen, mich zu erholen. Damit ich für Silverstone 100 Prozent fit sein kann.“

Den Test am Montag beendete Mir trotz des Sturzes auf Platz 7 mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Spitze. In der WM rangiert er auf Platz 13 und ist zweitbester MotoGP-Rookie hinter Fabio Quartararo. „Ich möchte meinen Schwung mit dem Motorrad beibehalten und weiter in der Königsklasse wachsen“, verspricht er für sein Comeback. Er dankt den Fans für die zahlreichen Genesungswünsche.

Alex Rins weiß: Spielberg fordert Suzuki heraus

Teammanager Davide Brivio betont derweil: „Zum Glück ist es nichts Ernstes. Er braucht nur Zeit, um sich nach dem Unfall zu erholen. Da der GP von Österreich so knapp auf Brünn folgt, ist es für ihn einfach zu schwierig, sich rechtzeitig zu erholen. Er muss vorsichtig sein. Und wir wollen, dass er erst wiederkommt, wenn er sich vollständig erholt hat.“

Ersatz gibt es für Mir in Spielberg nicht. Das heißt, Teamkollege Alex Rins wird der einzige Suzuki-Pilot sein. „Spielberg ist ein ganz anderes Layout als Brünn. Es ist möglich, dass wir auf den langen Geraden und in den harten Bremsphasen ein wenig kämpfen müssen“, blickt der Spanier voraus. „Aber das Motorrad hat sich seit dem Vorjahr stark weiterentwickelt. Die neue Aero-Verkleidung ist wirklich gut.“

Sie hatte Rins in Brünn eingehenden Vergleichstests unterzogen. „Ich bin sicher, das wird uns in Österreich helfen“, sagt er. „Ich freue mich auf das Rennwochenende und hoffe, dass ich ein gutes Ergebnis für das Team nach Hause bringen kann. Meinem Teamkollegen Joan möchte ich meine besten Wünsche übermitteln und hoffe, ihn bald wiederzusehen.“

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