In der MotoGP-Saison 2018 suchte Honda einen neuen Teamkollegen für Marc Marquez: Jonathan Reas Manager versuchte damals, den WSBK-Champion unterzubringen.

Am 2. Februar feierte Jonathan Rea seinen 33. Geburtstag. Auch wenn Valentino Rossi im Alter von 40 Jahren noch um MotoGP-Siege kämpfen kann, scheint Reas Zeit für einen Wechsel in die MotoGP abgelaufen zu sein. Nach seinen zwei Auftritten als Ersatz für Casey Stoner in der MotoGP-Saison 2012 saß er nie wieder auf einer MotoGP-Maschine.

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Viele Optionen hatte der Brite in der MotoGP ohnehin nicht. Vor zwei Jahren wurde der Superbike-Champion zuletzt mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Doch schlussendlich verlängerte Rea für zwei weitere Jahre bei Kawasaki.

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Rea: „Ich höre immer die gleichen Sprüche“

„Welche Möglichkeiten ich hatte? Ehrlich gesagt gab es nicht viele“, kommentiert Rea jetzt in einem Interview. „Ich höre immer wieder die gleichen Sprüche, wie ‚Du bist hier, solltest aber dort fahren‘. Ich wäre in einer perfekten Welt sehr gerne gewechselt. Hätte mir das ausgesucht, was ich möchte und wäre es angegangen. Doch es gab nicht viele Optionen. Es gab auf jeden Fall keine konkreten Möglichkeiten.“

Rea erinnert sich an die Saison 2018. „In dem Jahr, in dem Dani Pedrosa über seinen Rücktritt sprach, es muss zur Zeit des Le-Mans-Wochenendes gewesen sein, versuchte Chuck (Reas Manager Aksland, Anm. d. Red.), mich auf die Repsol-Maschine zu bringen. Mein Vertrag bei Kawasaki lief aus. Es wäre cool gewesen, dorthin zu wechseln“, so der Nordire.

WSBK-Champion will nicht hinterherfahren

Schlussendlich entschied sich Honda aber dafür, Jorge Lorenzo zu verpflichten. „Abgesehen davon schaute Aprilia vorbei, um mich zu treffen. Doch ich war nicht wirklich daran interessiert“, stellt Rea klar, der in der Superbike-WM seit 2015 ungeschlagen ist. Und zudem in der MotoGP nicht mit unterlegenem Material hinterherfahren möchte.

Reas einzige Chance, doch noch in die MotoGP zu wechseln, wäre ein Aufstieg mit Kawasaki. Doch die Japaner zeigen kein Interesse an einer Rückkehr in die Königsklasse. „Ich bezweifle, dass Kawasaki in die MotoGP zurückkehren wird. Das wäre ein Traum, doch es gab nie Gespräche darüber. Und mein Gefühl spricht dagegen“, macht sich der WSBK-Champion keine Illusionen.