Takaaki Nakagami spekulierte für die MotoGP-Saison 2020 auf eine aktuelle Honda. Derzeit deutet aber alles auf das Gegenteil – so bewertet der Japaner die Situation.

Noch immer wurde nicht offiziell bestätigt, dass Takaaki Nakagami auch in der MotoGP-Saison 2020 für LCR-Honda fahren wird. Zwar hieß es zuletzt wiederholt, man stehe kurz vor der Vertrags-Unterzeichnung, es gehe nur noch um die Details. Eine fixe Bekanntgabe der Verlängerung steht aber auch nach Aragon aus.

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Damit einhergehend bleibt weiterhin unklar, welches Motorrad Nakagami im Falle seines Verbleibs bei Honda fahren wird. „Natürlich hätte ich am liebsten ein aktuelles Werksbike. Aber wir richten uns da nach HRC. Es wäre kein Ausschlusskriterium“, wenn es wieder das Vorjahres-Modell der RC213V wird, so der Japaner.

Im Gegensatz zu den beiden Werkspiloten Marc Marquez und Jorge Lorenzo sowie LCR-Teamkollege Cal Crutchlow fährt Nakagami in dieser Saison das 2018er-Bike. Bleibt es bei dieser Vereinbarung, würde er im kommenden Jahr auf der 2019er-Maschine sitzen, mit der Marquez aktuell zu einem weiteren WM-Titel stürmt.

Nakagami testete das 2019er-Modell in Barcelona

Lorenzo und auch Crutchlow haben hingegen ihre Probleme mit dem aktuellen Motorrad. Es hat dank eines neuen Motors zwar mehr Power, ist im Handling dadurch aber nicht einfacher geworden. Nakagami testete das 2019er-Modell während eines Tests in Barcelona zum ersten Mal und äußerte sich durchaus positiv.

Er könnte sich also für nächste Saison damit anfreunden, sagt aber zugleich: „Auf der anderen Seite hätten dann alle anderen Fahrer wieder das neue Motorrad. Und normalerweise, nicht immer, funktioniert das neue Bike besser.“ Zwar beweisen Fahrer wie er oder Fabio Quartararo bei Yamaha schon mal das Gegenteil.

Doch Nakagami wendet ein: „Es ist schwierig zu sagen. Zu Beginn der Saison hat man vielleicht noch ein paar mehr Möglichkeiten. Aber spätestens ab der zweiten Saisonhälfte wird die Lücke durch die stetige Entwicklung von Rennen zu Rennen immer größer. Und das macht mich natürlich auf lange Sicht nicht glücklich.“