Andrea Dovizioso bezeichnet die Flügel an der Verkleidung als größte MotoGP-Erfindung von Ducati – auch wenn er sie persönlich „nicht sonderlich mag“.

Ducati war in den vergangenen Jahren für eine ganze Reihe von technischen Innovationen in der MotoGP-Szene verantwortlich. Ob es das unterbrechungsfrei schaltende Getriebe (Seamless-Getriebe) oder die Winglets an der Verkleidung war. Zum Beispiel aber auch der als Spoon bezeichnete Flügel vor dem Hinterrad oder die als Holeshot-Device bekannte Vorrichtung zum Einfedern der Gabel beim Start. Bis hin zur Weiterentwicklung des Holeshot-Device, um während der Fahrt das Heck abzusenken.

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Wenn es in den vergangenen Jahren an einem MotoGP-Bike etwas grundlegend Neues gab, fand man es in der Regel zuerst an einer Ducati. Welche ist in den Augen des langjährigen Ducati-Piloten Andrea Dovizioso die größte MotoGP-Innovation aus Borgo Panigale?

„Wenn es darum geht, was den größten Einfluss hatte, dann kann ich sagen, dass es die Winglets sind“, so Andrea Dovizioso. Und dieser gibt zu: „Ich mochte sie zu Beginn überhaupt nicht und ich mag sie immer noch nicht besonders.“

Ducati: Der Vorteil der Winglets

„Die positiven Aspekte überwiegen aber die negativen Aspekte“, weiß ‚Dovi‘ um den Vorteil, den die Winglets an der Ducati mit sich bringen. Dank des zusätzlichen Abtriebs am Vorderrad wird während der Fahrt die Tendenz zum Wheelie verringert. Damit erfüllen die Winglets genau den Zweck, den das Holeshot-Device beim Start erfüllt. Dank der Flügel verhält sich die Front des Motorrads stabiler.

„Alle haben ihren Fahrstil entsprechend umgestellt. So gesehen war diese Erfindung riesig“, ordnet Andrea Dovizioso die Bedeutung der Winglets ein. Was Doviziosos eigene Zeit bei Ducati betrifft, so geht diese am Saisonende 2020 nach acht Jahren zu Ende. Was der MotoGP-Vizeweltmeister der Jahre 2017, 2018 und 2019 dann im Jahr 2021 machen wird, ist weiterhin offen.

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