Pol Espargaro hatte beim GP von Andalusien mit der Hitze zu kämpfen. Noch nie hat er so eine Hitze verspürt und gesteht, dass er nach 14 Runden fertig war.

KTM zeigte in Jerez Potenzial, doch im zweiten Rennen blieb ein Spitzenergebnis aus. Lediglich Pol Espargaro kam als Siebter ins Ziel. Brad Binder brachte Miguel Oliveira schon beim Start zu Fall und stürzte später selbst. Iker Lecuona schied ebenfalls durch Sturz aus. Somit musste Espargaro die Kohlen aus dem Feuer holen.

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„Es war ein sehr schwieriger Tag“, stöhnt der Spanier in der Hitze Andalusiens. „Startplatz zwölf hat bei diesen Bedingungen nicht geholfen. In der Anfangsphase war meine Pace nicht zu weit von den Topfahrern entfernt.“

„Dann machte ich beim Überholversuch an Petrucci einen Fehler. Zarco und mein Bruder haben mich überholt. Ich habe dann vier bis sechs Runden gebraucht, um sie wieder zu überholen. Hinter meinem Bruder war es unglaublich heiß.“

„Überholen war sehr schwierig. Selbst hinter der Aprilia wurde der Vorderreifen sehr heiß, der Druck im Reifen stieg. Dadurch wurde Überholen fast unmöglich. Bei Rennmitte hatte ich das Gefühl, dass mich die Hitze erschlagen würde.“

„Gegen Rennhalbzeit habe ich erkannt, dass Dovizioso zu weit vorne war und ich ihn nicht einholen konnte. Ich hatte einen kleinen Vorsprung auf Marquez und bin dann nur noch das Rennen auf Platz sieben zu Ende gefahren. Es gab viele Stürze.“

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13. Jul

Noch nie so eine Hitze erlebt

„Ich hatte das Gefühl, dass es das Beste wäre, wenn ich ins Ziel fahre und für diese kurze Saison diese WM-Punkte mitnehmen. Es war das härteste Rennen meines Lebens“, findet Espargaro. „Für mich waren die Temperaturen viel schlimmer als in Malaysia oder Thailand.“

„Diese Hitze habe ich noch nie in meinem Leben gespürt. Die Hände haben gebrannt. Im ersten Rennen konnte ich es managen, aber im zweiten war ich nach 14 Runden fertig. Ich konnte nicht mehr und habe nur noch versucht, vor dem Hintermann ins Ziel zu kommen.“

Die Chance auf ein besseres Ergebnis hatte Marquez schon am Samstag im Qualifying verspielt. In Q2 war er gestürzt und musste somit von Platz zwölf im Mittelfeld starten. „Mein Fehler war im Qualifying, dafür habe ich bezahlt“, seufzt der Spanier.

„In den ersten Runden habe ich mit Fahrern gekämpft, gegen die wir nicht mehr kämpfen sollten. In den ersten Runden habe ich dadurch fünf, sechs Sekunden verloren. Wenn dir ein Werksfahrer sechs Sekunden abnimmt, kann man sie unmöglich aufholen.“

Espargaro: „KTM hat hart gearbeitet“

Auch wenn Topergebnisse ausblieben, so ist Espargaro insgesamt zufrieden. Die Plätze sechs und sieben bringen ihn auf WM-Position fünf. „Bei den Vorbereitungstest hatten wir nicht gedacht, dass es so einfach werden würde, in den Top 6, Top 7 zu sein. Aber dort sind wir. Wir zeigen eine sehr gute Performance.“

„Wenn mir jemand vor den beiden Jerez-Rennen gesagt hätte, dass ich in der WM Fünfter bin, dann hätte ich das nie geglaubt. KTM hat hart gearbeitet. Das Motorrad muss gut performen, aber wir müssen auch ins Ziel kommen.“

„Bei Yamaha sieht man, dass sie Rennen nicht beenden können, weil sie Motorprobleme haben. Das war auch bei Aprilia und Ducati der Fall. Bei KTM hatte niemand ein Motorproblem. Es ist ein Teamsport“, hält Espargaro fest. Dafür beendeten seine Kollegen das Rennen wegen Stürzen nicht.