Drei Podestplätze in den letzten fünf Rennen. Pol Espargaro will aber nicht bester KTM-Pilot sein. Er will bester MotoGP-Fahrer werden.

Dank der 16 Punkte für Platz drei beim MotoGP-Rennen in Le Mans schob sich KTM-Werkspilot Pol Espargaro auf die achte Position der Fahrerwertung und ist damit bester KTM-Pilot. Nach einem durchwachsenen Saisonstart holte Espargaro bei den vergangen fünf Rennen drei Podestplätze. Als WM-Achter liegt er nur noch 42 Punkte hinter dem WM-Führenden zurück.

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Wie wichtig ist es, am Ende bester KTM-Pilot zu sein? „Es ist nicht wirklich wichtig“, kommentiert der Spanier. „Ich will der beste MotoGP-Pilot sein, was aber schwierig wird. Ich bin in 90 Prozent aller Sessions bester KTM-Pilot. Ich treibe mich jeden Tag an, ein besserer Fahrer zu werden. Ich will nicht nur besser als meine Teamkollegen sein.“

„Es ist nicht mein Ziel, am Saisonende bester KTM-Pilot zu sein. In den vergangenen Jahren pushte ich mich, auch wenn meine Teamkollegen nicht gut genug waren“, berichtet Pol Espargaro selbstsicher und stellt klar: „Ich bin glücklich, wenn ich mit meiner Leistung zufrieden sein kann. Dann habe ich alles gegeben.“

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Schwierigkeiten zu Beginn, aber starkes Finish

Beim Regenrennen in Frankreich kämpfte sich Espargaro nach einer schwierigen Startphase an die Führungsgruppe heran und setzte sich unter anderem gegen Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso durch.

„Die Ducatis konnten die Reifen zu Beginn des Rennens sehr schnell auf Temperatur bringen. Doch am Ende erkannte ich, dass Dovizioso Probleme hatte, als er ans Gas ging. Er schaltete ausgangs der schnellen Kurven zeitig in den nächsten Gang“, erklärt der KTM-Pilot.

„Ich hatte das Gefühl, beim Beschleunigen stärker zu sein. Ich konnte am Rennende gegen sie kämpfen, doch zu Beginn war es unmöglich, ihnen zu folgen. Ich wollte sitzen bleiben, denn es war sehr rutschig – vorne und hinten. Doch dann wurde alles besser. Ich fühlte, dass das Motorrad ab der Hälfte des Rennens gut funktioniert. Als ich alles unter Kontrolle hatte, fuhr ich einen guten Rhythmus“, so Espargaro.

Beim Start entschied sich der KTM-Pilot für die weichen Regenreifen. „Vielleicht wäre der Medium-Vorderreifen am Ende besser gewesen. Wir hätten ihn beinahe verwendet. Doch uns fehlte der Mut, diesen Reifen zu verwenden“, bemerkt er.

Mit konstanten Ergebnissen ein Kandidat für Top 3 der WM?

„Ich freue mich über dieses Podium. Zwei Podestplätze in drei Rennen. Wir müssen nur noch ein bisschen konstanter sein, wenn wir es nicht aufs Podium schaffen. Wir müssen uns dann mit sechsten, siebten oder achten Plätzen zufriedengeben, um mehr Punkte zu holen. Doch es macht langsam Spaß“, freut sich der Spanier.

„Das Motorrad wird immer besser“, lobt er die Entwicklung bei KTM. „Es ist bei allen Bedingungen besser. Im Trockenen wäre auch ein gutes Ergebnis möglich gewesen. Vielleicht wäre es schwierig geworden, ums Podium zu kämpfen, denn die Yamahas waren das Wochenende über sehr schnell. Doch wir wären nah dran gewesen.“