Pol Espargaro wechselt 2021 zu Honda. De Entscheidung hat er noch nicht bereut, trauert aber dem Team von KTM nach.

Noch drei MotoGP-Rennen wird Pol Espargaro für KTM bestreiten, bevor seine vierjährige Zeit bei den Österreichern zu Ende geht. Valencia, wo am kommenden Wochenende gefahren wird, ist ein ganz besonderer Ort. Im Regenrennen 2018 eroberte Espargaro dort den ersten Podestplatz für KTM in der MotoGP.

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In der laufenden Saison hat der Spanier beim Grand Prix der Steiermark die erste Pole-Position für KTM erobert. Dreimal stand Espargaro als Dritter auf dem Podest. Siege holten seine Teamkollegen Brad Binder und Miguel Oliveira.

Die Zukunft von Espargaro heißt Honda. Noch bevor die Saison begonnen hatte, entschied er sich während des ersten Corona-Lockdowns für diesen Wechsel. 2021/22 wird er im Honda-Werksteam der neue Teamkollege von Marc Marquez sein.

„Wenn man eine Entscheidung trifft, dann ist das normalerweise für etwas Besseres. Jetzt wäre es dumm zu sagen, dass ich vielleicht bleiben hätte sollen“, meint Espargaro. „In diesem Moment war es die beste Entscheidung. Andernfalls hätte ich sie nicht getroffen.“

„Ich bin natürlich gespannt darauf, was passieren wird. Ich war bei KTM und Yamaha. Ich weiß nicht, was ich bei einem weiteren Hersteller erreichen kann. Diese Veränderung ist eine zusätzliche Motivation für die Zukunft, um weiterzuarbeiten und mich zu verbessern.“

Er will Marc Marquez aus nächster Nähe studieren

„Ich werde neben dem besten Fahrer der Welt mit einem der besten Motorräder der Welt fahren. Wenn einen diese Herausforderung nicht motiviert, dann sollte man daheim bleiben“, lacht Espargaro. „Es wird ein wichtiger Schritt in meiner Karriere.“

„Entweder wird es mich stärker machen, oder mich zerstören. Das ist mir bewusst. Ich freue mich darauf und will auch sehen, was Marc so besonders macht. Das geht nur, wenn man in der gleichen Box sitzt und seine Daten checkt.“

Da Espargaro einen ähnlichen Fahrstil wie Marquez pflegt und sie sich in der Moto2 enge Duelle geliefert haben, glaubt er, dass er es bei Honda schaffen kann: „Gelingt das, dann ist das unglaublich. Wenn nicht, dann stürzt man. Das ist die einzige Chance, es herauszufinden.“

Espargaros bisherige Saison war von Höhen und Tiefen geprägt. Letztendlich konnte er sich nicht in die Geschichtsbücher als erster MotoGP-Sieger von KTM eintragen. Trotzdem ist er drei Rennen vor Saisonende als WM-Achter der bestplatzierte Fahrer der Österreicher.

„Es hat bisher nicht geklappt, aber wir wissen, dass wir es schaffen können“, denkt er an seinen ersten Sieg. „Man weiß nie, wann es passieren wird. Wir hätten nicht gedacht, dass Brad in Brünn gewinnen wird.“

Espargaro: „Zukunft von KTM sieht gut aus“

„Vielleicht klappt es für mich in Valencia. Wenn nicht, dann wäre auch ein Podestplatz sehr schön“, sagt der Spanier. Nach den beiden Rennen in Valencia steht noch das Saisonfinale in Portimao in Portugal auf dem Programm. Es wird ein emotionaler Abschied von KTM.

„Die Zukunft von KTM sieht sehr gut aus“, ist Espargaro überzeugt. „Ich bin sehr stolz, dass ich ein Teil davon bin. Natürlich wird es traurig, wenn ich das Team nach so vielen Jahren verlassen werde. Ich werde das Motorrad und die Atmosphäre vermissen. Alle Mitarbeiter sind unglaublich. Das werde ich sehr, sehr vermissen.“