Fabio Quartararo kommt als erster Franzose in führender Position zum Heimrennen im MotoGP-Kalender. Er freut sich, dass das Rennen überhaupt stattfindet.

Fabio Quartararo kommt als MotoGP-Tabellenführer zu seinem am Wochenende anstehenden Heimspiel, dem Grand Prix von Frankreich in Le Mans. Unter zusätzlichem Druck sieht er sich deshalb aber nicht. Vielmehr freut er sich, am Sonntag vor bis zu 5.000 Zuschauern anzutreten.

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„Wir dürfen uns ausgesprochen glücklich schätzen, in diesem Jahr überhaupt einen Grand Prix zu haben“, spricht Quartararo für sich und seine Landsleute. „Viele Rennen wurden abgesagt. Wir haben das Glück, dass unseres im Kalender geblieben ist. Davon wollen wir profitieren und das Maximum geben.“

Quartararo, der mit seiner Petronas-Yamaha im bisherigen Saisonverlauf drei Rennen gewonnen hat, ist in der MotoGP-Geschichte der erste Franzose überhaupt, der als WM-Spitzenreiter zum Heim-Grand-Prix kommt. Statt Druck verspürt der 21-Jährige aber vor allem Vorfreude.

Quartararo: „Gejagter zu sein, ist immer ein Vorteil“

„Zu diesem Grand Prix zu reisen, ist immer etwas Besonders. Es ist ja nicht wie in Spanien oder Italien, wo es pro Saison vier Grands Prix gibt. Wir haben nur diesen einen. Umso mehr wollen wir ihn nutzen. Genau das ist an diesem Wochenende mein Plan“, so Quartararo, dessen Punktevorsprung auf Verfolger Joan Mir (Suzuki) derzeit acht Zähler beträgt.

„Der Gejagte zu sein, ist natürlich immer ein Vorteil. Vielleicht bedeutet das auch ein bisschen mehr Druck, aber ich ich sehe es eigentlich nicht als Druck. Für mich ist es mehr Motivation als alles andere. Und dass ich die WM vor dem Frankreich-Grand-Prix anführe, ist richtig stark“, so der Franzose.

Mit Blick auf das Rennen am SonntagAchtung: Startzeit bereits um 13:00 Uhr – sieht sich Quartararo nicht nur aufgrund des WM-Stands, sondern auch aufgrund des Materials in einer guten Ausgangsposition: „Ich glaube, einer der Vorteile unseres Motorrads ist es, dass wir in der Lage sind, im Qualifying eine richtig schnelle Runde zu fahren. Das Tempo der Yamaha ist generell gut. Wenn man immer aus der ersten oder zweiten Reihe starten kann, ist das natürlich ein Vorteil.“

„Und“, so Quartararo weiter, „wir wissen auch, dass die M1 gut zur Strecke in Le Mans passt. Das haben wir 2017 gesehen, als Maverick [Vinales] das Rennen nach seinem Zweikampf mit Valentino [Rossi] gewonnen hat. [Jorge] Lorenzo hat 2015 und 2016 gewonnen. Es ist offensichtlich, dass die M1 auf dieser Strecke gut funktioniert. Deshalb glaube ich, dass es ein sehr guter Grand Prix für uns werden kann. Ich bin maximal motiviert!“

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