Fabio Quartararo führt seinen Sturz im Freitags-Training auf zu wenig Routine auf nasser Piste zurück – sein Start am Samstag ist nach dem Verzicht auf FP2 noch offen.

Nach fünf Freitags-Bestzeiten im bisherigen Verlauf seiner ersten MotoGP-Saison sorgt Fabio Quartararo am Freitag beim Australien-GP auf Phillip Island einmal anderweitig für Schlagzeilen. Nachdem er im Vormittags-Training auf nasser Piste per Highsider von seiner Petronas-Yamaha abgestiegen war, ließ der seit dem Japan-Grand-Prix als Rookie des Jahres feststehende Franzose das Nachmittags-Training aus.

Verletzt hat sich Quartararo bei seinem in Siberia (Kurve 6) passierten Highsider zwar nicht. Doch weil ihm im Medical-Center der Strecke Schmerzmittel verabreicht wurden, verzichtete er auf Runden im Nachmittags-Training, das seine MotoGP-Kollegen auf trockener Piste absolvierten.

Ob Quartararo am Samstag wieder fahren wird, ist noch offen. Die Entscheidung will man bei Petronas-Yamaha kurzfristig treffen. „Es war kein angenehmer Sturz. Zum Glück habe ich mir nichts gebrochen“, sagt Quartararo und gibt zu: „Ehrlich gesagt habe ich ziemlich starke Schmerzen. Am Fuß habe ich einen Bluterguss. Trotzdem wollte ich es eigentlich probieren, heute noch zu fahren. Wir werden aber morgen nochmals das Medical-Center aufsuchen, um herauszufinden, ob ich fit bin oder nicht.“

Quartararo: „Das Hinterrad rutschte mir weg“

Angesprochen darauf, was zum Sturz führte, erklärt der 20-jährige MotoGP-Rookie: „Nun, ich habe einfach noch nicht genügend Erfahrung auf nasser Piste. Deshalb waren meine Einstellungen (für die Traktionskontrolle, Anm. d. Red.) wohl nicht ganz die richtigen. Das Hinterrad rutschte mir weg und als es wieder Grip bekam, flog ich durch die Luft. Ich brauche einfach noch mehr Erfahrung, aber das ist im ersten Jahr normal. Oft bin ich ja nicht gestürzt.“

In der Tat: Als Quartararo mit einem MotoGP-Bike erstmals zu Boden ging, zeigte der Kalender bereits Juni. Es war im Freien Training zum Grand Prix von Katalonien in Barcelona. Davon ließ er sich aber nicht aus dem Konzept bringen. Im weiteren Verlauf des damaligen Wochenendes fuhr er auf die Pole-Position und schließlich erstmals in seiner jungen Karriere in der Königsklasse auf das Podest.

Im Zusammenhang mit Quartararos Sturz auf Phillip Island gibt Petronas-Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg gegenüber ‚MotoGP.com‘ zu: „Als ich den Highsider gesehen habe, dachte ich schon, er könne weder hier noch in Malaysia fahren. Doch es geht ihm besser als erwartet. Das Wichtigste ist, dass er sich nichts gebrochen hat. Jetzt schauen wir einfach, wie es morgen aussieht.“