Fabio Quartararo und Maverick Vinales bewerten nach den schwierigen Spielberg-Rennen ihre WM-Chancen – vor allem der Franzose sieht sich nach wie vor als Titel-Anwärter.

Nach den beiden MotoGP-Rennwochenenden in Österreich führt Yamaha weiterhin alle drei WM-Wertungen an. Bei den Fahrern hat Fabio Quartararo drei WM-Punkte Vorsprung auf Andrea Dovizioso. In der Teamwertung halten Petronas-Yamaha und das Yamaha-Werksteam die ersten beiden Plätze. Und auch die Herstellerwertung führt Yamaha einen Punkt vor Ducati an.

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Seit den beiden Siegen in Jerez zeigt der Trend von Quartararo nach unten. In Brünn sammelte der Franzose neun Punkte, in Spielberg 1 acht Punkte – und in Spielberg 2 nur noch drei Zähler. Am Ende konnte er noch knapp vom Jerez-Vorsprung zehren.

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Fabio: „Bin nicht mehr so zuversichtlich“

Sieht sich Quartararo aufgrund dieser Entwicklung noch im Rennen um den Weltmeister-Titel? „Ja, natürlich bin ich ein Titelkandidat. Allerdings bin ich nicht mehr so zuversichtlich wie nach Jerez. Denn dort ist es für uns sehr gut gelaufen.“

„Jetzt scheinen wir immer mehr Probleme zu bekommen. Österreich war eine schwierige Strecke für uns. Im Vorjahr hatte ich in Spielberg ein gutes Gefühl und fuhr aufs Podium. Das Gefühl war im Vorjahr ganz anders.“

„Wir haben Yamaha um einiges gebeten. Hoffentlich können sie etwas für Misano machen. Trotzdem wird unser Grundproblem bleiben“, meint Quartararo. Nachteile bei der Beschleunigung und beim Topspeed machen den Yamaha-Fahrern derzeit das Leben schwer.

Quartararo fordert Unterstützung von Yamaha

„Ich gebe immer 100 Prozent“, betont Quartararo. „In Spielberg habe ich 100 Prozent gegeben und wurde 13. Misano wird sicherlich eine bessere Strecke für uns sein. Aber Yamaha muss hart arbeiten, um unsere Probleme zu lösen. Unsere Situation ist nicht einfach.“

Marken-Kollege Maverick Vinales stand in Jerez zweimal als Zweiter auf dem Podest. In Brünn und Spielberg sammelte der Spanier insgesamt nur acht WM-Punkte, fiel dadurch auf Platz fünf zurück. Sein Rückstand auf Quartararo wuchs auf 22 Zähler an.

„In Brünn haben wir einen Fehler gemacht, in Spielberg 1 und Spielberg 2 auch“, blickt Vinales den Tatsachen ins Auge. „Als Team wollen wir natürlich vorne sein. Aber an die WM brauchen wir jetzt nicht denken. Wir müssen unser Motorrad verbessern, denn die Konkurrenz ist viel schneller.“

„Wir wissen nicht, wie es in Misano sein wird. Denn alles ändert sich von Strecke zu Strecke. Wir müssen ruhig und positiv bleiben und dürfen den Fokus nicht verlieren. Wir haben drei gute Chancen ausgelassen, denn Fabio war auch nicht vorne. Aber wenn man Fehler macht, sieht es am Ende so aus.“