Der eine ist MotoGP-Weltmeister, der andere Quali-Champ. Gegensätzlicher könnten Fabio Quartararo und Joan Mir nicht sein.

In der Punktewertung der MotoGP-Saison 2020 ist Fabio Quartararo nach zwei Siegen bei den ersten beiden Saisonrennen (Jerez 1 und Jerez 2) im weiteren Saisonverlauf letztlich immer weiter abgerutscht.

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Trotz eines dritten Sieges (Barcelona) hat Quartararo die Gesamtwertung der MotoGP-Saison 2020 nur auf dem achten Rang abgeschlossen. Auf dem Podest stand der Petronas-Yamaha-Pilot nur bei seinen drei Siegen. Bei den sechs Rennen nach Barcelona kam er nicht mehr über P8 hinaus.

Im Gegensatz dazu hat Joan Mir schon beim 13. der 14 Saisonrennen den WM-Titel fixiert, obwohl er bei den ersten drei Rennen zwei Ausfälle verbucht hatte (Sturz in Jerez 1 und in Brünn). Anschließend aber schob sich der Suzuki-Pilot mit einer Serie von sieben Podestplätzen in neun Rennen – darunter sein erster Sieg (Valencia 1) – an die Spitze der Gesamtwertung und gab diese nicht mehr ab.

M-Award 2020: BMW für Quartararo – Mir nur Neunter

Kurios: In der Sonderwertung der Qualifying-Ergebnisse sieht es genau umgekehrt aus. Denn den sogenannten M-Award, der seit Jahren von BMW für den besten MotoGP-Qualifyer ausgeschrieben wird, hat sich diesmal Quartararo gesichert. Der Petronas-Yamaha-Pilot fuhr in der Saison 2020 viermal auf die Pole-Position. Aus der ersten Startreihe ging er sogar neunmal ins Rennen.

Im Gegensatz dazu hat Mir die Qualifying-Wertung der MotoGP-Saison 2020 nur auf dem neunten Rang abgeschlossen. Dem späteren Weltmeister gelang sein bestes Qualifying in Spielberg 2, wo er vom vierten Startplatz losfuhr. In die erste Startreihe, geschweige denn auf die Pole-Position, hat es Mir in seiner seit 2019 laufenden MotoGP-Karriere noch nie geschafft.

BMW M2 CS als Weihnachtsgeschenk für den Vater

Angesichts der Tatsache, dass er Weltmeister ist, wird Mir das aber verkraften können. Quartararo hingegen muss sich nach seiner starken Rookie-Saison 2019 (Gesamtrang fünf mit sieben Podestplätzen) nun damit trösten, 2020 lediglich den M-Award von BMW abgeräumt zu haben. Der Preis dafür: Ein BMW M2 CS, den der 21-jährige Franzose aber nicht selber fahren wird.

„Ich werde das Auto nicht behalten, sondern werde es meinem Vater schenken. Er hat mich nämlich nach jedem Qualifying darauf angesprochen. Deshalb wird das mein Weihnachtsgeschenk für ihn. Ich hoffe aber, dass er mich vielleicht trotzdem mal ein paar Tage lang damit fahren lässt“, grinst Quartararo.

Seine Saison 2020 fasst der nächstjährige Yamaha-Werkspilot zusammen: „Für mich war es eine Saison mit Höhen und Tiefen. Aber immerhin kann ich sagen, dass ich dieses Jahr überhaupt etwas gewonnen habe.“

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