Valentino Rossi schließt erstmals nicht aus, seine MotoGP-Karriere zwar bei Yamaha, aber nicht im Werksteam, zu beenden.

Die Karriere von Valentino Rossi in der Motorrad-WM geht ins 25. Jahr. Allein in der Königsklasse wird die bevorstehende Saison 2020 für den Italiener bereits die 21. sein. Ob Rossi seine Karriere sogar noch über 2020 hinaus fortsetzen wird, ist derzeit noch offen.

Mit Blick auf mögliche Optionen für die MotoGP-Saison 2021 schließt Rossi neben einem möglichen Rücktritt nun erstmals nicht aus, dass er das Yamaha-Werksteam für den Ausklang seiner aktiven Karriere verlassen könnte.

Einen Wechsel ins Yamaha-Satellitenteam von Petronas und damit möglicherweise einen Tausch mit dem 2019er-Shootingstar Fabio Quartararo kann sich „The Doctor“ unter gewissen Umständen durchaus vorstellen. In diesem Fall könnte er seine Karriere noch verlängern, selbst wenn im Yamaha-Werksteam kein Platz mehr für ihn sein sollte.

Rossi: „Wer weiß das schon?“

„Ich würde gerne bleiben, wo ich bin. Aber wir sind drei Piloten für zwei Plätze. Deshalb muss man über einen dritten [Platz] nachdenken“, so Rossi gegenüber ‚Gazzetta dello Sport‘. Damit spricht er auf sich selbst, auf Quartararo und auf seinen aktuellen Teamkollegen Maverick Vinales an.

In einem möglichen Wechsel ins Petronas-Team sieht Rossi derzeit „keinen großen Unterschied“. Er schließt aber auch einen Verbleib im Werksteam nicht aus, sollten entweder Vinales oder Quartararo für 2021 bei einem anderen Hersteller andocken.

„Petronas scheint mir kein schlechtes Team zu sein, aber vielleicht wird Vinales gehen. Oder Quartararo steigt auf ein anders Bike um. Wer weiß das schon?“, meint Rossi. Die Verträge aller vier Yamaha-Fahrer – inklusive Franco Morbidelli – laufen Ende 2020 aus.

Vinales zu Ducati?

Vinales wird gerüchteweise mit Ducati in Verbindung gebracht und Quartararo gilt schon jetzt als heißes Eisen auf dem Transfermarkt für 2021. Die naheliegendste Variante für den Franzosen wäre freilich ein Aufstieg ins Yamaha-Werksteam, um dort entweder Vinales oder eben Rossi zu ersetzen.

Rossi meint dazu, dass er „noch Zeit brauche, um die Lage zu verstehen“ und sich „gegen Saisonmitte entscheiden“ wolle. Vertragsverlängerungen oder Teamwechsel werden in der MotoGP-Szene aber seit einigen Jahren traditionell schon sehr früh verkündet. Diesen Umstand bedauert der Superstar: „Leider entscheidet sich heutzutage alles schon zu Beginn des Jahres.“ Fortsetzung folgt …