Zwar begrüßen die Top-Piloten wie Valentino Rossi den neuen MotoGP-Kalender, doch der Plan birgt auch Herausforderungen – Fehler darf man sich im Titelkampf kaum erlauben.

Die Freude über den neuen MotoGP-Kalender für die Saison 2020 ist groß. Insgesamt 13 Rennen stehen ab Juli noch auf dem Programm. Los geht’s am 19. Juli in Jerez (Spanien). Neu ist, dass es auf einigen Strecken an zwei Wochenenden hintereinander zwei Rennen geben wird.

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„Ich denke, alle freuen sich über den neuen Kalender“, sagt Valentino Rossi. „Das ist eine Erleichterung für alle Teams und auch für die Fans. Der Lockdown war sehr ernst und eine komische Situation. Aber es hat funktioniert.“

Rossi: „Werden Racing jetzt noch mehr schätzen“

„Ich denke, wir werden das Racing jetzt noch mehr schätzen“, glaubt der 41-Jährige. In Europa wurden Spanien und Italien stark von der Corona-Pandemie getroffen. Trotzdem wird mit insgesamt sieben Rennen auf der iberischen Halbinsel geplant. Zwei Rennen werden in Misano stattfinden.

„Ich freue mich“, sagt Weltmeister Marc Marquez, „dass wir wieder auf die Rennstrecken zurückkehren können. Wir dürfen aber nicht vergessen, wie wichtig die Vorschriften sind, damit wir alle gesund bleiben.“

„Es wird anders sein. Aber wenn wir auf der Strecke sind und die Ampel auf grün springt, wird das Ziel wie immer sein“, glaubt der MotoGP-Dominator. „Ich werde versuchen, wieder die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Leider können wir nicht auf allen Strecken fahren. Und ich hoffe, die Fans fiebern trotzdem mit uns mit.“

Geister-Rennen eine neue Situation für alle

Denn mit Publikum auf den Tribünen wird derzeit nicht geplant. Die Grands Prix werden reine TV-Veranstaltungen sein. Trotzdem ist der neue Kalender ein erster Schritt zurück zur Normalität. Teams und Fahrer können sich nun endlich ganz konkret vorbereiten.

„Ich habe viel trainiert“, sagt Ducati-Star Andrea Dovizioso. „Aber es war nicht so einfach. Weil man eben nicht wusste, wann wir wieder Rennen fahren können. Die Saison wird eine Herausforderung, alle müssen mit dieser neuen Situation umgehen.“

„Zwei Rennen auf der gleichen Strecke gab es noch nie. Wir müssen uns nicht nur körperlich, sondern auch mental darauf vorbereiten. Weil es so viele Rennen binnen kurzer Zeit geben wird, darf man sich keine Fehler erlauben. Deshalb wird entscheidend sein, die Situation gut zu managen.“

MotoGP-Stars bleibt nicht mehr allzu viel Zeit

Am Mittwoch vor dem ersten Grand Prix in Jerez ist ein Test angesetzt. Allerdings müssen sich diesen einen Tag alle Klassen inklusive der MotoE teilen. Nicht allzu viel Zeit also, um sich wieder an das Bike zu gewöhnen. Ende Februar fand der bislang letzte MotoGP-Test statt.

„Ich vermisse es sehr, meine M1 zu fahren“, sagt Rossi. „Es wird spannend werden zu sehen, wo wir stehen. Schließlich ist der letzte Test schon eine ganze Weile her. Natürlich werden wir versuchen, alles zu geben, um vorne mit dabei zu sein. Wir wollen den Fans einen Grund geben, den Fernseher einzuschalten und uns anzufeuern!“