Ducati-Pilot Scott Redding holt sich in Jerez bei extremen Bedingungen seinen ersten WSBK-Laufsieg – der Brite schaut sorgenvoll auf das zweite Hauptrennen.

Superbike-WM-Rookie Scott Redding konnte heute in Jerez seinen ersten Sieg feiern. Redding setzte sich mit seiner Ducati Panigale V4R in einem spannenden Duell gegen Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) durch . Mit dem Sieg in Lauf eins übernahm Redding die Führung in der Meisterschaft.

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Sorgt der WSBK-Debütsieg für Erleichtung? „Es ist eine Erleichterung, vom Motorrad steigen zu können und nicht zu brennen“, scherzt Redding im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘. „Es ist toll, dass ich den ersten Sieg feiern konnte. Mir fehlen ein bisschen die Worte.“

„Es ist etwas, das ich erreichen wollte. Es jetzt bei diesen Bedingungen erreicht zu haben, schenkt mir noch mehr Selbstvertrauen, auf diesem Niveau und bei diesen Bedingungen gewinnen zu können. Die harte Arbeit hat sich heute richtig ausgezahlt“, freut sich Redding, der in der Coronavirus-Zwangspause etliche Kilometer auf dem Rennrad abspulte, um sich fit zu machen.

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„Gewohnt schlechter Start“ wirft Redding zurück

Bereits in der Superpole deutete Redding an, dass der Sieg nur über ihn geht. Doch beim Start rutschte der Pole-Setter auf die dritte Position zurück. „Es war nicht mein Plan, doch wie gewohnt hatte ich einen schlechten Start“, kommentiert der Ducati-Pilot.

Zu Beginn des Rennens fuhr Redding auf Position drei und analysierte die Situation: „Ich verwendete einen anderen Reifen als ich ursprünglich geplant hatte. Dafür musste ich zuerst ein Gefühl aufbauen. Es war heiß hinter den beiden anderen Motorrädern.“

„Ich wollte nicht zu nah an ihnen dran sein, weil die Temperatur der Reifen, des Motorrads und des Auspuffs so hoch war. Doch dann erkannte ich, dass sie langsamer werden. Ich dachte mir, dass es der richtige Zeitpunkt ist, um anzugreifen“, berichtet der Brite.

Bedingungen laut Redding gefährlich

Plant Redding Änderungen für Sonntag? „Ein paar Runden weniger wären gut“, scherzt er. „Bei diesen Temperaturen könnte es morgen Nachmittag ziemlich gefährlich werden. Doch es ist für alle gleich. Ich hatte ein bisschen mit dem Vorderreifen zu kämpfen und hatte einige heftige Rutscher über das Vorderrad. Doch jeder befindet sich in der gleichen Situation, denke ich. Wir müssen so weitermachen.“

Und was erwartet er vom Superpole-Rennen über zehn Runden? „Es ist kürzer, aber es wird dennoch sehr heiß sein. Ich bin mir nicht sicher, ob das Tempo höher sein wird, denn die Temperatur auf der Strecke ist so hoch“, grübelt der WM-Führende. „Wir müssen nach dem Start beobachten, was die anderen Fahrer machen und dann reagieren.“