Das Intact-GP-Duo Marcel Schrötter und Tom Lüthi erkärt vor dem Moto2-Saisonstart in Katar, welche Schwierigkeiten der neue Zeitplan ohne die MotoGP mit sich bringt.

Weil Moto2 und Moto3 vom 28. Februar bis 01. März bereits für ihren letzten Vorsaison-Test auf dem Losail International Circuit in Katar gastieren, können die beiden WM-Klassen – anders als die MotoGP – an diesem Wochenende wie geplant in die neue Renn-Saison 2020 starten. Wenn auch mit zeitlichen Anpassungen.

Auch für die Intact-GP-Piloten Marcel Schrötter und Tom Lüthi fällt somit der Startschuss. Für sie gilt es, an das starke Vorjahres-Ergebnis in Katar anzuknüpfen, als Lüthi Zweiter und Schrötter Dritter wurde. Lorenzo Baldassarri (Kalex) gewann das Rennen damals nur hauchdünn vor dem Schweizer.

Dieser war nach seiner Bestzeit beim Jerez-Test in Katar zuletzt allerdings weniger glücklich. Er beendete die drei Testtage mit 0,735 Sekunden Rückstand auf Platz 13. „Die Tests in Jerez waren wirklich sehr gut. Hier in Katar haben wir dann schon gemerkt, dass noch ein bisschen Arbeit vor uns liegt“, gibt Lüthi zu.

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Lüthi war gespannt auf den „MotoGP-Gummi“

Dafür will er die anstehenden Trainings-Sessions bis zum Rennen nutzen. „Es ist eigentlich perfekt. Wir haben drei Tage trainiert und hatten dann eine kleine Pause, die uns Zeit zum Analysieren gegeben hat. Somit konnten wir einen Plan für das Wochenende machen. Ich glaube, dass wir für den Saison-Start bereit sind.“

Mit Blick auf den veränderten Zeitplan – die Sessions der Moto2-Klasse wurden um fast zwei Stunden nach hinten verschoben – müsse man vor allem auf die Tests in den Morgenstunden zurückgreifen, erklärt Lüthi. „Das kommt dann am ehesten an die Temperaturen in den Abendstunden heran“, sagt er.

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„Aber das kann man so nicht so genau vorhersagen. Die Strecke und das Layout sind wie beim Test. Ich war eigentlich gespannt auf den MotoGP-Gummi auf der Strecke, aber den wird es ja nun nicht geben. Also werden die Bedingungen ähnlich wie beim Test sein. Wir werden uns darauf optimal einstimmen.

Schrötter: Dieses Jahr noch nicht im Dunkeln gefahren

Das gilt auch für Teamkollege Schrötter, der sich vor allem darauf freut, überhaupt starten zu können. „Ich bin sehr glücklich, dass unser Rennen stattfindet. Es ist ein ziemlich komisches Gefühl, die ganzen Absagen zu sehen. Die MotoGP startet nicht und Thailand ist auch verschoben. Das wirkt alles irgendwie unwirklich.“

Anders als Lüthi hatte Schrötter einen „super Test“ in Katar, wurde Fünfter. Doch auch der Deutsche betont: „FP2, Qualifying und Rennen sind eine Stunde später als beim Test. Und so verschiebt sich alles etwas ins Dunkle hinein. Unter diesen Bedingungen sind wir dieses Jahr noch nicht gefahren. Aber ich freue mich darauf.“

Schrötter hofft, dass ihm die Fahrt bei kühleren Temperaturen und unter Flutlicht „ein bisschen entgegen kommt“. Und gibt zu: „Es wird sicher ein komisches Gefühl sein mit einem kleineren Fahrerlager, ohne die MotoGP. Ich sehe die kommenden Tage mehr als Test. Und am Sonntag geben wir dann richtig Vollgas!“