Johann Zarco steigt im kommenden Jahr Ducati-intern eine Stufe nach oben: Mit der Werks-Ducati will der Franzose in der MotoGP wieder konstant vorne mitmischen.

Johann Zarco wird im November nach nur einer Saison bei Avintia erneut das Team wechseln und 2021 für Pramac an den Start gehen. Der bei Ducati unter Vertrag stehende Franzose steigt somit in der Hierarchie eine Stufe nach oben und bekommt im kommenden Jahr eine aktuelle Desmosedici .

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„Es ist eine offensichtliche Hilfe, zu wissen, dass ich für die kommende Saison einen Platz sicher habe. Hinzu kommt, dass ich bereits weiß, dass meine Ingenieure und das Motorrad beinahe identisch oder sogar besser sein werden. Das kann eine kleine Hilfe sein“, kommentiert Zarco im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

„Gut ist, dass es zwischen der 2019er-Maschine und der 2020er-Maschine im kommenden Jahr nur einen kleinen Unterschied gibt. Durch die neuen Regeln gibt es keine 2021er-Maschine“, bemerkt der zweifache Moto2-Champion.

„Wenn ich mein jetziges Motorrad gut nutze, dann kann ich um Podestplätze kämpfen. Wenn ich diesen Schwung mitnehmen kann, dann wird es sehr interessant“, schaut Zarco mit Vorfreude auf die MotoGP-Saison 2021.

Rückschläge nach dem Erfolg in Brünn

Nach einigen schwierigen Monaten platzte im August in Brünn der Knoten. „Die Pole-Position und das Podium beim Tschechien-Grand-Prix waren gut für meine Moral und haben mich wieder an die Spitze gebracht“, blickt Zarco zurück. Doch danach folgten einige Rückschläge.

„Bei den beiden Grands Prix in Österreich gab es die Chance, mit der Ducati gute Ergebnisse zu holen. Doch es gab einige Ablenkungen. Es war nicht einfach. Dann folgten die drei Rennen in Misano und Barcelona, bei denen ich übers Wochenende gesehen gut war, aber keine guten Rennen hatte“, erklärt der 15. der Fahrerwertung.

„Die erste Herausforderung habe ich gemeistert, indem ich ein Motorrad für die kommende Saison sichergestellt habe. Vor ein paar Monaten war meine Zukunft noch ungewiss. Nun ist alles in trockenen Tüchern für kommendes Jahr. Ich möchte wieder aufs Podium kommen, damit ich gut für 2021 vorbereitet bin. Dann werde ich ein Motorrad haben, mit dem man Rennen gewinnen kann“, freut sich Zarco.

Zarco von Dall’Ignas Einsatz bei Ducati begeistert

Begeistert ist der ehemalige KTM-Werkspilot von der Zusammenarbeit bei Ducati. „Bereits das Avintia-Team bekommt sehr viel Unterstützung von Ducati. Gigi Dall’Igna kümmert sich um viele Dinge und kommt oft vorbei, um zu sehen, wie es läuft“, berichtet er.

„Mit Pramac arbeitet Dall’Igna noch enger zusammen. Es ist nicht das Werksteam, aber sie haben ein Motorrad, das genau so gut ist. Das ist eine gute Sache, denn Dall’Igna ist bei Ducati eine wichtige Säule“, betont Zarco.

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