Supersport-Weltmeister Randy Krummenacher gibt die Trennung von MV Agusta bekannt – als Grund ist von „schwerwiegenden Verfehlungen“ der Marke die Rede.

Randy Krummenacher wird die restliche Saison der Supersport-Weltmeisterschaft nicht mehr für MV Agusta bestreiten. Er habe die italienische Marke darüber informiert, dass er den gemeinsamen Vertrag auflösen will, gab der Schweizer jetzt in einer Pressemitteilung bekannt.

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Als Begründung hieß es, dass sich MV Agusta „schwerwiegende Verfehlungen“ geleistet hat. Diese wirkten sich negativ auf die Performance von Krummenacher, aber auch auf seine Professionalität, Reputation und persönliche Integrität aus.

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Krummenacher: „Basis bei MV Agusta nicht vorhanden“

Krummenacher hat MV Agusta formell darüber informiert und alle Gründe aufgelistet, die zu seiner Entscheidung geführt haben. Außerdem habe er auch die Offiziellen, die für technische Regelwidrigkeiten verantwortlich sind, darüber in Kenntnis gesetzt, heißt es in der Mitteilung weiter.

„Das ist keine angenehme Situation, und das wollte ich natürlich nie“, erklärt Krummenacher. „Das Ziel lautete, dass wir um den WM-Titel kämpfen. Aber leider ist die Basis, um dieses Projekt weiterzubringen, bei MV Agusta nicht vorhanden.“

„Ich habe diese Entscheidung getroffen, um meine moralische und professionelle Integrität zu wahren, aber auch meine Gesundheit. In meiner Karriere habe ich immer versucht, das Richtige zu tun. Ich habe in allen Situationen immer mein Bestes gegeben.“

Weitere Hintergründe sollen offenbar folgen

„Jetzt gab es nur eine Entscheidung, die ich treffen konnte. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann ich nicht mehr über meine Motive dafür sagen. Weitere Details werden zu gegebener Zeit kommuniziert werden.“

2019 wurde Krummenacher mit einer Yamaha des Bardahl Evan Bros Teams Supersport-Weltmeister. Im Winter folgte der Wechsel zu MV Agusta. Beim Saison-Auftakt in Australien qualifizierte sich der Schweizer für Startplatz zwei.

Im Rennen schied er wegen eines Sturzes allerdings schon früh aus. Ende Juni fand dann ein gemeinsamer Test in Misano statt. Wegen mehrerer technischer Probleme konnte Krummenacher dabei aber kaum fahren.