Von 2012 bis 2016 startete Stefan Bradl als MotoGP-Stammpilot. Die spontane Rückkehr in der Saison 2020 fühlte sich für den Zahlinger ungewohnt an.

Auf Grund der Verletzung von Marc Marquez bekam Stefan Bradl in der MotoGP-Saison 2020 die Chance, bei zwölf Renn-Wochenenden die Werks-Honda des Titelverteidigers zu übernehmen. Somit kam der Deutsche unverhofft zu beinahe einer kompletten Saison. Seine bisher letzte volle Saison als MotoGP-Stammpilot absolvierte Stefan Bradl im Jahr 2016, als er für Aprilia fuhr.

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Doch die Saison 2020 war laut Bradl anders als die Jahre, in denen er Stammpilot war. „Es war beinahe eine komplette Saison. Aber es war eine merkwürdige Saison“, stellt der Zahlinger fest. „Es war nicht mit den Jahren zu vergleichen, in denen ich ein Stammfahrer in der MotoGP war. Man muss sich darauf einstellen. Ich war nicht darauf vorbereitet, eine komplette Saison zu fahren.“

Die Renneinsätze wurden durch zusätzliche Tests ergänzt, bei denen Stefan Bradl mit dem Testteam an der Entwicklung der RC213V arbeitete. Nach der Saison sehnte sich Bradl nach Erholung. „Ich musste vorsichtig sein, was meine Energiereserven angeht“, bemerkt er.

Stefan Bradl: „Konnte zeigen, dass ich das nötige Tempo habe“

„Ich konnte demonstrieren, dass ich nach wie vor sehr schnell bin. Ich absolvierte zudem viele Tests. Es ist nicht einfach, das zu vereinen, wenn man ein normaler Fahrer in der MotoGP ist“, so Stefan Bradl. „Wir wissen alle, wie hoch das Niveau ist. Ich konnte dennoch zeigen, dass ich das nötige Tempo habe. Das ist wichtig und macht mich happy.“

Bei den zwölf Einsätzen sammelte Stefan Bradl 27 WM-Punkte und beendete die Saison auf Position 19 der Fahrerwertung. Sein bestes Ergebnis erzielte beim Saisonfinale in Portimao, als er als Siebenter ins Ziel kam. Der achte Platz beim Regenrennen in Le Mans war das zweite Top-10-Ergebnis der Saison.