Laut Casey Stoner ist Marc Marquez für das Aus des Ex-Weltmeisters bei Honda verantwortlich – der Australier hofft, in Zukunft wieder mehr in der MotoGP machen zu können.

Ende 2015 verabschiedete sich Casey Stoner von Honda und arbeitete fortan als Testpilot für Ducati. Knapp fünf Jahre nach seiner Rückkehr zu den Roten enthüllt Stoner, warum er Honda damals verlassen hat. In einem YouTube-Video mit Landsmann Chris Vermeulen macht Stoner keinen Geringeren als Marc Marquez dafür verantwortlich.

Advertisement

„Ich habe es zu Beginn bei Honda versucht, wurde aber vom jungen Wilden herausgedrängt. Er wollte mich dort nicht haben“, erklärt Stoner, der nach seiner aktiven Karriere als Edeltester für HRC tätig war. Später half er Ducati bei der Entwicklung der Desmosedici. An einem Rennen nahm Stoner aber seit seinem Rücktritt Ende 2012 nie wieder teil.

Stoner: Auch bei Ducati folgte die Trennung

In der Saison 2018 testete Stoner zum vorerst letzten Mal für Ducati. Der Australier spürte, dass seine Arbeit nicht zu den Ergebnissen führte, die er sich gewünscht hatte. „Bei Ducati habe ich es auch probiert, aber wir sind zu keiner Einigung gekommen. Ich musste mich also von dieser Rolle verabschieden. Denn ich hatte das Gefühl, dem Team nicht das geben zu können, was ich wollte“, bedauert er.

„Ich wusste, was die Fahrer wollten. Wir haben damals sehr gut zusammengearbeitet. Aber leider haben die Fahrer nicht immer das Sagen. Bei manchen Herstellern vertrauen die Leute eher auf die Daten und denken, dass das der korrekte Weg ist. Nur stimmt das nicht immer zwangsläufig auch mit den Fahrern überein“, kritisiert Stoner die Arbeitsweise der Ingenieure.

Ex-Weltmeister hofft auf neuen MotoGP-Job

„Es war eine ständige Schufterei, die richtigen Dinge am Motorrad zu ändern und sich zu verbessern. Das war harte Arbeit. Und weil ich in Australien lebe, war es zusätzlich schwierig. Deshalb habe ich mich von dieser Rolle verabschiedet“, nennt Stoner die Gründe für das Ende der Zusammenarbeit mit Ducati.

Abgeschlossen hat Stoner mit der MotoGP aber noch nicht. „Ehrlich gesagt wäre ich gerne ein bisschen stärker in die MotoGP involviert“, gesteht er. „Ich kann dem Sport nach wie vor sehr viel geben. Das könnte in einigen Bereichen helfen, auch außerhalb der Box. Um dadurch einfach einen besseren Blick auf einige Dinge zu erhalten. Ich werde mich aber nicht einmischen und Lösungen vorschlagen. Doch ich weiß, was es braucht, um Rennen zu gewinnen.“