Auf der neu asphaltierten Strecke in Portimao unterbietet Aleix Espargaro die Superpole-Bestzeit der Superbike-WM. Die meisten Fahrer mit Serienmotorrädern ohne Transponder.

Am Mittwoch konnten einige MotoGP-Fahrer die Strecke in Portimao in Portugal kennenlernen, wo am 22. November das Saisonfinale stattfinden wird. Der Kurs wurde vor wenigen Wochen komplett neu asphaltiert. Einige Fahrer kannten die Strecke bereits aus der Vergangenheit, für die meisten war sie aber Neuland.

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Die MotoGP-Stammfahrer mussten laut Reglement mit Serienmotorrädern fahren. In Portimao mit dabei waren Joan Mir, Alex Rins, Maverick Vinales, Valentino Rossi, Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci, Jack Miller, Francesco Bagnaia, Takaaki Nakagami, Miguel Oliveira, Brad Binder, Pol Espargaro, Johann Zarco, Tito Rabat, Alex Marquez.

Die meisten Fahrer hatten aber keinen Transponder für die Zeitmessung montiert. Da KTM kein aktuelles Serienmodell im Katalog hat, rückten die drei KTM-Fahrer mit Motorrädern anderer Marken aus, allerdings ohne Logo.

Aleix Espargaro mit MotoGP-Bike der Schnellste

Aufgrund der Konzessionsregel konnte Aleix Espargaro mit der MotoGP-Maschine von Aprilia fahren. Er hat die Strecke in Portimao bereits bei einem Track-Day vor dem Saisonauftakt im Juli mit einem Superbike kennengelernt.

Mit 1:40.170 Minuten stellte Aleix Espargaro auch die Tagesbestzeit auf. Zum Vergleich hatte Jonathan Rea (Kawasaki) Anfang August in der Superbike-WM mit 1:40.676 Minuten die Pole-Position erobert. Das war noch vor der Neu-Asphaltierung.

Es waren auch die Testteams mit ihren Testfahrern auf der Portimao-Strecke. Das waren Stefan Bradl (Honda), Michele Pirro (Ducati), Dani Pedrosa (KTM), Jorge Lorenzo (Yamaha), Bradley Smith (Aprilia) und Sylvain Guintoli (Suzuki).

An den MotoGP-Bikes waren Transponder für die Zeitmessung montiert. Lorenzo fuhr am Vormittag 31 Runden und am Nachmittag 18. Er war um mehrere Sekunden langsamer als die Bestzeit von Aleix Espargaro. Yamaha hatte eine M1 von 2019 vor Ort in Portimao.

MotoGP-Teams probierten in Portimao die Reifen

Für die MotoGP-Teams ging es in erster Linie darum, die Reifen von Michelin durchzuprobieren. Andererseits konnten erste Daten für die Abstimmung gesammelt werden, denn Portimao steht in diesem Jahr zum ersten Mal im Kalender.

Die Stammfahrer hatten nur am Mittwoch die Möglichkeit, die Strecke mit Serienmaschinen kennenzulernen. Sie reisen direkt weiter nach Le Mans (Frankreich) zum nächsten Rennen.

Die MotoGP-Testfahrer werden noch am Donnerstag in Portimao testen. Lorenzo Savadori übernimmt bei Aprilia von Smith. Bradl testet auch noch am Donnerstag für Honda und reist dann nach Le Mans.

Inoffizielles Ergebnis in Portimao am Vormittag:

01. Aleix Espargaro (Aprilia) – 1:40.880 Minuten (42 Runden)
02. Michele Pirro (Ducati) +0,774 Sekunden (29)
03. Bradley Smith (Aprilia) +1,172 (39)
04. Stefan Bradl (Honda) +1,389 (48)
05. Sylvain Guintoli (Suzuki) +1,474 (28)
06. Dani Pedrosa (KTM) +1,898 (47)
07. Miguel Oliveira (Serienmotorrad) +3,882 (16)
08. Jorge Lorenzo (Yamaha) +5,308 (31)
09. Brad Binder (Serienmotorrad) +6,150 (19)

Inoffizielles Ergebnis Nachmittag:

01. Aleix Espargaro (Aprilia) – 1:40.170 Minuten (23 Runden)
02. Bradley Smith (Aprilia) +0,952 Sekunden (26)
03. Stefan Bradl (Honda) +1,556 (25)
04. Michele Pirro (Ducati) +2,019 (6)
05. Dani Pedrosa (KTM) +2,119 (33)
06. Sylvain Guintoli (Suzuki) +2,166 (25)
07. Maverick Vinales (Serienmotorrad) +3,529 (42)
08. Miguel Oliveira (Serienmotorrad) +4,530 (17)
09. Brad Binder (Serienmotorrad) +4,650 (29)
10. Jorge Lorenzo (Yamaha) +4,740 (18)

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