Zweitägiger Test in Portimao: Nur die Testteams und Testfahrer rücken mit MotoGP-Motorrädern aus. Die Stammfahrer müssen mit Serienmaschinen fahren.

Das MotoGP-Saisonfinale 2020 findet erstmals auf dem Autodromo Internacional do Algarve in Portimao in Portugal statt. Als Termin ist der 22. November angesetzt. Während die Superbike-WM diesen Kurs schon seit einigen Jahren nutzt, ist er für die Motorrad-WM komplettes Neuland.

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Deshalb gibt es in dieser Woche am Mittwoch und Donnerstag einen Test. Eineinhalb Tage lang werden die Testteams der Hersteller auf der Strecke sein. Das sind Michele Pirro (Ducati), Stefan Bradl (Honda), Dani Pedrosa (KTM), Sylvain Guintoli (Suzuki) und Jorge Lorenzo (Yamaha).

Aprilia wird die Arbeit auf die beiden Testfahrer Bradley Smith und Lorenzo Savadori aufteilen. In erster Linie handelt es sich um einen Reifentest für Michelin. Aber die Testteams können natürlich Daten sammeln und an der Abstimmung für die neue Strecke arbeiten.

MotoGP-Stammfahrer lernen neuen Kurs kennen

Auch die meisten Stammfahrer werden am Mittwoch die Gelegenheit haben, den neuen Kurs kennenzulernen. Sie dürfen allerdings nicht mit der MotoGP-Maschine ausrücken, sondern müssen mit handelsüblichen Superbikes fahren.

Zunächst hieß es, dass Valentino Rossi diese Testmöglichkeit nicht wahrnehmen wird und zu einem anderen Termin mit der VR46-Akademie einen privaten Test abhalten wird. Nun hat sich dieser Plan geändert und Rossi ist am Mittwoch ebenfalls in Portimao dabei.

Portimao: Strecke wurde komplett neu asphaltiert

Portimao ist in diesem Jahr nicht nur in den MotoGP-Kalender gerückt, sondern auch in den Formel-1-Kalender. Der Grand Prix der Königsklasse auf vier Rädern ist für den 25. Oktober angesetzt.

Da erstmals die MotoGP und die Formel 1 in Portimao gastieren, wurde die Strecke, die im Jahr 2008 eröffnet wurde, vor wenigen Wochen komplett neu asphaltiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Bradl kennt Portimao aus seiner kurzen Zeit in der Superbike-WM. „Ich hoffe, sie haben gute Arbeit beim neuen Asphalt gemacht, weil die Strecke in der Vergangenheit sehr viele Bodenwellen hatte“, sagt der Deutsche. „Wenn es bucklig ist, dann ist es keine schöne Strecke.“

Stefan Bradl mag Portimao nicht besonders

„Ich kann mich erinnern, dass ich Portimao nicht genossen habe. Es gab ständig Asphaltwechsel.“ Beim Rennwochenende 2017 zog sich Bradl Verletzungen in der rechten Hand zu. Das bedeutete damals das vorzeitige Saisonende für ihn.

„Mit der MotoGP wird es super schnell sein“, blickt er auf den Test voraus. „Ich mag diese Strecke nicht besonders, weil sie durch die Höhenunterschiede auch etwas gefährlich ist, weil man nicht in die nächste Kurve sehen kann. Aber warten wir ab. Wenn sie gute Arbeit beim Asphalt gemacht haben, dann kann es anders sein.“

MotoGP-Testteams beim Portimao-Test:

Aprilia: Bradley Smith (Mittwoch)
Aprilia: Lorenzo Savadori (Donnerstag)
Ducati: Michele Pirro
Honda: Stefan Bradl
KTM: Dani Pedrosa
Suzuki: Sylvain Guintoli
Yamaha: Jorge Lorenzo

Stammfahrer mit Serienmotorrädern (nur Mittwoch):

Brad Binder
Francesco Bagnaia
Andrea Dovizioso
Aleix Espargaro
Pol Espargaro
Alex Marquez
Jack Miller
Joan Mir
Takaaki Nakagami
Miguel Oliveira
Valentino Rossi
Maverick Vinales
Johann Zarco

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